13 June 2026, 00:17

Neuer Wanderführer enthüllt vergessene Grenzgeschichten der Rhön und Wartburgregion

Grenzgeschichten zum Lesen & Wandern - Fortsetzung erscheint heute

Neuer Wanderführer enthüllt vergessene Grenzgeschichten der Rhön und Wartburgregion

Dr. Hans-Dieter Bieniek, ein ehemaliger DDR-GrenzSoldat, hat den zweiten Band seines politisch-historischen Wanderführers veröffentlicht. Das Buch mit dem Titel „Grenzland Vorderrhön, Ulster- und Werra-Region: Wandern zwischen Vergangenheit und Gegenwart“ erweitert die Grenzgeschichte der Rhön um den Wartburgkreis. Es knüpft an den ersten Band an, der 2022 erschien und eine einzigartige Methode vorstellte, die Vergangenheit der Region auf Wanderrouten zu erkunden.

Bieniek, heute 69 Jahre alt, diente als GrenzSoldat in Eisenach und Frankenheim, bevor er eine Karriere in der Wirtschaft einschlug. Gemeinsam mit seiner Lebensgefährtin Karin Kampf, einer 60-jährigen stellvertretenden Schulleiterin mit Wurzeln in der Rhön, und Gerhard Schätzlein erarbeitete er den ersten Band „Grenzland Rhön: Wandern zwischen Vergangenheit und Gegenwart“, der historische Ereignisse entlang der ehemaligen innerdeutschen Grenze mit dem Grünen Band verknüpfte. Kampf steuerte ihr regionales Wissen zum Projekt bei.

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Der zweite Band präsentiert zwölf Rundwanderwege durch ehemalige Grenzabschnitte, die einst von DDR-Grenzkompanien bewacht wurden. Diese Pfade führen von Geisa bis Gerstungen/Lauchröden und bieten Wanderern die Möglichkeit, Landschaften zu durchqueren, die einst durch die innerdeutsche Grenze geteilt waren. Die Autoren betrieben umfangreiche Recherchen und nahmen Kontakt zu ehemaligen Flüchtlingen in ganz Deutschland auf, um Zeitzeugenberichte zu sammeln.

Das Buch enthält zudem bisher unveröffentlichte Fotos eines bayerischen Zollbeamten, die DDR-GrenzSoldaten und Stasi-Mitarbeiter aus nächster Nähe zeigen. Diese Aufnahmen gewähren seltene visuelle Einblicke in das Grenzsystem. Die Publikation beleuchtet die Zusammenarbeit zwischen dem Ministerium für Staatssicherheit, den Grenztruppen und der Volkspolizei und wirft ein Licht auf den Sicherheitsapparat der DDR. Darüber hinaus erneuerten die Autoren den ersten Abschnitt des Grünen Bandes von Henneberg bis Rhönblick und ergänzten ihn um neue Informationstafeln an historischen Stätten.

Der zweite Band baut auf dem Erfolg des ersten auf und vermittelt Lesern ein vertieftes Verständnis der Grenzgeschichte der Rhön. Er verbindet persönliche Schicksale, historische Forschung und praktische Wanderrouten. Das Buch erschien 2026 und bietet eine dauerhafte Ressource für alle, die sich mit der komplexen Vergangenheit der Region auseinandersetzen.

Quelle