Neuverhandlung im Mordfall Fabian Güstrow: Was das Gericht 2025 klären muss
Emil KrügerNeuer Prozess für tote Mädchen in der Güllegrube Mitte Mai - Neuverhandlung im Mordfall Fabian Güstrow: Was das Gericht 2025 klären muss
Am 18. Mai 2025 beginnt vor dem Landgericht Würzburg die Neuverhandlung im Mordfall Fabian Güstrow. Der Fall geht zurück bis in den Spätherbst 1993, als das Kind tot auf einem abgelegenen Reiterhof in Unterfranken aufgefunden wurde. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Angeklagten vor, das Opfer sexuell missbraucht und anschließend getötet zu haben. DNA-Beweise belasten ihn schwer: Seine genetischen Spuren wurden an der Unterwäsche des Opfers sowie in einer Blutspur sichergestellt. Im Dezember 2024 war der Mann zu einer Jugendstrafe von sechseinhalb Jahren in einer Jugendstrafanstalt verurteilt worden. Nach einer erfolgreichen Revision wird der Fall nun neu vor Gericht verhandelt. Die Neuverhandlung ist bis mindestens Ende Oktober angesetzt; 26 Verhandlungstage sind bereits geplant. Zwar sind die meisten Anklagepunkte inzwischen verjährt, der Vorwurf des Mordes bleibt jedoch bestehen. Da der Angeklagte zum Tatzeitpunkt minderjährig war, wird der Prozess nicht öffentlich geführt. Das Gericht wird die Beweislage und Zeugenaussagen erneut prüfen, bevor ein neues Urteil gefällt wird. Dies wird entscheiden, ob die ursprüngliche Strafe Bestand hat oder geändert wird.






