06 January 2026, 06:47

NGG fordert 50-Prozent-Rabatt auf das Deutschlandticket für Azubis

Ein Detailbild eines Zugrades, das die Lauffläche und den Flansch zeigt.

NGG fordert 50-Prozent-Rabatt auf das Deutschlandticket für Azubis

Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) fordert eine Halbierung der Kosten für das Deutschland-Ticket für Auszubildende. Nach ihrem Vorschlag sollten junge Berufstätige nur noch 31,50 Euro statt der aktuellen 63 Euro pro Monat zahlen. Die NGG argumentiert, dass steigende Fahrtkosten die Auszubildenden in ganz Deutschland übermäßig belasten.

In Bayern zahlen Lehrlinge derzeit 43 Euro monatlich für ihr Ticket – fünf Euro mehr als im Vorjahr. Zwar subventioniert das Land das Ticket bereits mit 20 Euro, doch die NGG schlägt vor, dass Arbeitgeber zusätzlich 11,50 Euro beisteuern sollten, um den Preis weiter zu senken. Regina Schleser, Geschäftsführerin der Gewerkschaft, betonte, dass bezahlbare Mobilität für die Berufsausbildung unverzichtbar sei. Sie warnte, dass die bestehende bayerische Ermäßigung den Bedürfnissen der Auszubildenden nicht mehr gerecht werde.

Der NGG-Plan würde für alle Azubis gelten – unabhängig davon, ob in ihrer Branche Tarifverträge bestehen. Einige Sektoren übernehmen bereits einen Großteil der Fahrtkosten, doch diese Regelungen sind uneinheitlich. In Niedersachsen erhalten Auszubildende das Deutschland-Ticket beispielsweise dank Arbeitgeberzuschüssen zum halben Preis. Die Gewerkschaft verwies zudem auf die Meisterprämie in Baden-Württemberg, eine Prämie von 1.500 Euro für Handwerker, die ihre Meisterprüfung bestehen. Ähnliche Fördermodelle gibt es auch in Niedersachsen – sie zeigen, wie regionale Unterstützung finanzielle Belastungen mindern kann. Da das Deutschland-Ticket nun 63 Euro kostet, müssen allein in Fürth rund 2.200 Auszubildende höhere Fahrtkosten tragen.

Der NGG-Vorschlag kombiniert staatliche Zuschüsse und Arbeitgeberbeteiligung, um die Kosten für Azubis zu senken. Bei einer Umsetzung würde der ermäßigte Tarif ihnen helfen, die steigenden Verkehrsausgaben besser zu bewältigen. Das Modell der Gewerkschaft zielt darauf ab, einen fairen Zugang zu bezahlbarer Mobilität in allen Branchen zu gewährleisten.