NRW stockt juristische Ausbildung auf: 1.700 Referendare ab 2026 geplant
Johanna PetersNRW stockt juristische Ausbildung auf: 1.700 Referendare ab 2026 geplant
Nordrhein-Westfalen will sein juristisches Ausbildungsprogramm deutlich ausbauen und plant für 2026 die Einstellung von 1.700 neuen Referendaren. Dies entspricht einem Anstieg von 37 Prozent im Vergleich zu den Einstellungszahlen des Vorjahres und kehrt frühere Kürzungen um, die durch Haushaltszwänge bedingt waren. Die Maßnahme folgt einem Beschluss, ab Juli 2024 wieder verstärkt in die juristische Ausbildung zu investieren.
Zwischen 2021 und 2023 hatte das Land seine Ziele bei der Einstellung neuer juristischer Nachwuchskräfte verfehlt. Offizielle Zahlen wurden nicht veröffentlicht, doch Berichte des Justizministeriums bestätigen, dass die Einstellungen stets unter der geplanten Marke von 1.700 Stellen blieben. Der Jahrgang 2026 soll nun das Niveau von 2023 erreichen und die frühere Kapazität wiederherstellen.
Die Bezirksregierung Münster ist für die Verwaltungspraktika der Referendare zuständig. Angehende Juristen müssen im Rahmen ihres Vorbereitungsdienstes ein dreimonatiges Praktikum bei einer öffentlichen Behörde absolvieren. Das Landgericht Münster fungiert dabei als zentrale Koordinationsstelle für diese Einsätze.
Bei einem jüngsten Treffen wurde die langjährige Zusammenarbeit zwischen den beiden Institutionen betont. Vertreter unterstrichen das gemeinsame Engagement für die Ausbildung des juristischen Nachwuchses in der Region.
Die erweiterte Einstellungspolitik soll die bisherigen Defizite in der juristischen Ausbildung ausgleichen. Ab Juli 2024 werden zusätzliche Mittel bereitgestellt, um mehr Praktikumsplätze zu finanzieren und das Programm auf sein früheres Volumen zurückzuführen. Der Jahrgang 2026 soll das angestrebte Ziel von 1.700 neuen Referendaren vollständig erreichen.






