NRW-Wähler kehren CDU den Rücken – AfD und Grüne gleichauf bei 17 Prozent
Philipp LangeNRW-Wähler kehren CDU den Rücken – AfD und Grüne gleichauf bei 17 Prozent
Politische Verschiebungen prägen Nordrhein-Westfalens Landschaft neu
Aktuelle Umfragen zeigen, dass die Grünen und die rechtspopulistische AfD mit jeweils 17 Prozent gleichauf liegen – beide sind damit zweitstärkste Kräfte hinter der CDU. Die Zustimmung zur Landesregierung ist seit Februar deutlich gesunken.
Die von Ministerpräsident Hendrik Wüst geführte CDU verlor drei Prozentpunkte und kommt nun auf 32 Prozent. Auch die SPD büßte drei Punkte ein und liegt bei 17 Prozent, nahe ihrem historischen Tiefstand in der Region. Die FDP hingegen überschritt erstmals seit April 2024 die Fünf-Prozent-Hürde und legte einen Punkt zu.
Die Prioritäten der Wähler haben sich verschoben: Infrastruktur, öffentlicher Nahverkehr und Verkehrsprobleme stehen nun an erster Stelle – noch vor Migration. Bildung und Schulen folgen als zweitwichtigstes Thema. Brückensperrungen und Verkehrsbehinderungen belasten jeden vierten Bürger im Alltag.
Die wirtschaftliche Lage bereitet zunehmend Sorgen. Nur noch 22 Prozent der Wahlberechtigten bewerten die Wirtschaftslage des Landes als „sehr gut“ oder „gut“ – ein Rückgang um neun Punkte im Vergleich zum Vorjahr. Auch die Jobunsicherheit nahm zu: 16 Prozent der Erwerbstätigen fürchten nun Arbeitslosigkeit, sechs Punkte mehr als 2023.
Mit jeweils 17 Prozent haben Grünen und AfD eine deutliche Veränderung im politischen Kräfteverhältnis des Landes herbeigeführt. Die Zustimmung zur Regierung sank auf 42 Prozent. Wirtschaftliche und infrastrukturelle Themen bestimmen die Stimmung der Wähler wie nie zuvor.
