05 February 2026, 16:38

Nürnberger Presse wehrt sich gegen Verkaufsgerüchte und sucht Söders Unterstützung

Titelseite einer deutschen Zeitung vom 13. November 1939 mit der Schlagzeile "Weitpreubliche Zeitung", die eine Gruppe von Menschen in traditioneller deutscher Kleidung zeigt, die feierlich wirkt.

Nürnberger Presse wehrt sich gegen Verkaufsgerüchte und sucht Söders Unterstützung

Die Nürnberger Presse (VNP), eines der größten Regionalmedienhäuser Bayerns, hat Spekulationen über einen möglichen Verkauf entschlossen zurückgewiesen. Der familiengeführte Verlag, der im Großraum Nürnberg eine zentrale Rolle spielt, bezeichnete die Gerüchte als haltlos und betonte sein Bekenntnis zu unabhängigem Journalismus in Franken.

Um den Mutmaßungen direkt entgegenzutreten, wandten sich die Unternehmensführer an Bayerns Ministerpräsidenten Markus Söder mit der Bitte um Unterstützung, um die falschen Berichte zu widerlegen.

Den Gerüchten zufolge könnte die VNP an Mediengruppen aus Augsburg oder Passau verkauft werden. Die Verlegerinnen Bärbel Schnell und Sabine Schnell-Pleyer wiesen diese Behauptungen jedoch in einem persönlichen Schreiben an Söder kategorisch zurück. Darin unterstrichen sie die langjährige Unabhängigkeit des Unternehmens und machten deutlich, dass keine Verkaufsabsichten bestünden.

In dem Brief baten sie zudem um politische Rückendeckung, um eine weitere Verbreitung der Gerüchte zu verhindern. Die Verlegerinnen betonten, die VNP bleibe ein Familienunternehmen, das sich weiterhin dem starken, lokalen Journalismus verpflichtet fühle.

In den vergangenen zwei Jahren hatten wirtschaftliche Stagnation in Augsburg und Passau sowie Diskussionen über regionale Fördermittel die Finanzlage lokaler Medien belastet. 2025 übernahm die VNP den Passauer Neuen Presse-Verlag, um Verluste auszugleichen, während die Augsburger Allgemeine aus Augsburg auf digitale Projekte setzte, statt größere Übernahmen anzustreben. Trotz dieser Herausforderungen bekräftigte die VNP-Führung ihre Stabilität und Zukunft in Franken.

Mit der klaren Absage an die Verkaufsgerüchte ist die Spekulationswelle vorerst beendet. Die Verlegerinnen haben unmissverständlich signalisiert, das Unternehmen unabhängig und in Familienhand halten zu wollen. Die Bitte um politische Unterstützung deutet auf ein breiteres Bestreben hin, regionale Medien vor unbegründeten Behauptungen und wirtschaftlichen Druck zu schützen.