15 January 2026, 03:14

Ökumenischer Aufruf in Bockhorn: Wie Christen 2026 gegen Spaltung kämpfen

Eine farbenfrohe, detaillierte Karte des Königreichs Gottes mit verschiedenen Tieren und ihren Lebensräumen sowie einer markanten Textbeschreibung.

Ökumenischer Aufruf in Bockhorn: Wie Christen 2026 gegen Spaltung kämpfen

Ökumenischer Neujahrsempfang in Bockhorn: „Zeigt eure Farben – Was Christen gemeinsam vertreten“

Der ökumenische Neujahrsempfang in Bockhorn brachte im Januar 2026 lokale Führungskräfte, Geistliche und Bürgerinnen und Bürger unter dem Motto „Zeigt eure Farben – Was Christen gemeinsam vertreten“ zusammen. Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen Einheit und gemeinsame Werte angesichts wachsender gesellschaftlicher Spaltungen. Zu Wort meldeten sich Politiker, religiöse Würdenträger und Vertreter der Zivilgesellschaft.

Bürgermeister Lorenz Angermaier eröffnete die Runde mit einer Warnung vor sich vertiefenden Konflikten zwischen den Generationen und sozialen Schichten. Er betonte, dass die Demokratie in Deutschland keineswegs als gesichert gelten dürfe, und rief zu wachsamer Aufmerksamkeit gegenüber Spaltungstendenzen auf.

Die bayerische Staatsministerin Ulrike Scharf lobte in ihrem Beitrag die langjährige Zusammenarbeit zwischen Kirchen und politischen Institutionen im Landkreis Erding. In ihren Ausführungen hob sie die Bedeutung glaubensbasierter Organisationen für den sozialen Zusammenhalt hervor. Diakon Martin Ringhof hielt eine Predigt, in der er zu Solidarität und standhafter Überzeugung aufrief, zugleich aber davor warnte, Andersdenkende zu dämonisieren. Sein Appell galt dem Dialog statt der Konfrontation. Diakon Christian Weigl lehnte Gleichgültigkeit ab und forderte die Anwesenden auf, zerbrochene Beziehungen zu kitten, statt sich zurückzuziehen. Sein Plädoyer zielte auf die Überwindung von Gräben durch aktives Engagement.

Volker Nickolai-Labitze, Vertreter des Evangelisch-Lutherischen Dekanatssynode, griff in seinem Beitrag auf das Bild eines Elefanten und seines Reiters zurück, um die Notwendigkeit zu veranschaulichen, Emotionen und Handeln in Einklang zu bringen. Er argumentierte, dass persönlicher Wandel mit innerer Reflexion beginne. Jörg Basten, Vorsitzender des Bezirkskatholikenrats, verwies darauf, dass die Wahrnehmung des aktuellen gesellschaftlichen Klimas stark variiere. Er betonte, dass Mut über die Angst vor Gegenwind siegen müsse, wenn es darum gehe, für die eigenen Überzeugungen einzustehen.

Landrat Martin Bayerstorfer schloss die Veranstaltung mit dem Hinweis auf die Kraft individueller Beiträge für das Gemeinwohl. Mit Sorge blickte er auf die zunehmende Polarisierung und rief zu einem erneuerten Bekenntnis zur gemeinsamen Verantwortung auf.

Der Empfang endete ohne öffentliche Dokumentation persönlicher Anliegen oder Hoffnungen der Teilnehmenden, da es sich um eine lokale Zusammenkunft mit begrenzter überregionaler Resonanz handelte. Veranstalter und Redner unterstrichen jedoch einhellig die Notwendigkeit von Einheit, Dialog und proaktivem Handeln im Jahr 2026. Die Diskussionen spiegelten die anhaltenden Bemühungen wider, im Landkreis Erding Brücken zwischen den gesellschaftlichen Lagern zu schlagen.