08 May 2026, 12:14

Panter-Preis 2026: Diese grassroots-Medien kämpfen um die Auszeichnung

Buntes Plakat mit einem blauen Hintergrund und gelber und weißer Schrift, die "Gewinner" des Wikisound Audio Speaks Campaigns anköndigt, mit lächelnden Fotos von Menschen in der Mitte.

Panter-Preis 2026: Diese grassroots-Medien kämpfen um die Auszeichnung

Die Finalisten für den Panter-Preis 2026 stehen fest – eine Würdigung des grassroots-Journalismus in ganz Deutschland. Unter dem diesjährigen Motto „Unabhängig. Kritisch. Widerstandsfähig“ rückt der Preis die unverzichtbare Rolle lokaler und gemeinschaftsgetragener Medien in den Fokus. Die Preisverleihung findet am 14. Oktober im Museum der Arbeit in Hamburg statt.

Zu den Nominierten zählt der Berndt Media Verlag, der monatlich kostenlose Magazine zu regionaler Kultur und Kino im Rhein- und Ruhrgebiet herausgibt. Ebenfalls im Rennen ist nah:dran – Medien für alle, eine Initiative der Jugendpresse Deutschland, die medienpädagogische Angebote für Kinder und Jugendliche in benachteiligten Stadtteilen bereitstellt.

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Das unabhängige Medium RUMS aus Münster hat ebenfalls die Shortlist erreicht. Seit seiner Gründung 2020 spezialisiert es sich auf investigativen Journalismus und die Förderung öffentlicher Debatten. Derweil führt die Studentenzeitung UnAufgefordert, die seit 1989 sowohl gedruckt als auch online erscheint, ihre lange Tradition der zweimonatlichen Berichterstattung fort.

Auch Radioprojekte sind stark vertreten: Radio Connection, ein mobiles Studio aus Berlin-Marzahn, produziert wöchentliche mehrsprachige Sendungen mit Teilnehmenden aus unterschiedlichen Migrationskontexten. Radio CORAX, seit 2000 auf Sendung, bleibt eine zentrale Stimme im basisdemokratischen Rundfunk. Zudem ist Der lichtblick, Deutschlands einzige unabhängige Gefangenenzeitung, seit 1968 unzensiert erhältlich.

Die öffentliche Abstimmung für den Publikumspreis startet am 8. Juni und endet am 27. Juni 2026. Die Preisträger werden im Rahmen der Hamburger Woche der Pressefreiheit bekannt gegeben; die Verleihung beginnt um 18 Uhr im Museum der Arbeit.

Der Panter-Preis 2026 lenkt den Blick auf Medienprojekte, die abseits der Mainstream-Strukturen agieren. Von Gefangenenjournalismus über Jugendbildung bis hin zu investigativer Recherche – die Nominierten stehen für eine vielfältige Landschaft unabhängiger Stimmen. Die Auszeichnungen würdigen ihren Beitrag zu kritischem und widerstandsfähigem Journalismus in Deutschland.

Quelle