21 March 2026, 12:13

"Playboy"-Verlag verklagt Meta wegen Facebook-Sperre und fordert Pressefreiheit

Ein Mann im Anzug und Krawatte spricht in ein Mikrofon, wahrscheinlich bei der Genehmigung eines Gesetzes zur Verbots des Internetgebrauchs durch die Regierung.

"Playboy"-Verlag verklagt Meta wegen Facebook-Sperre und fordert Pressefreiheit

Der Verlag des Playboy-Magazins, Kouneli Media, hat rechtliche Schritte gegen Meta eingeleitet, nachdem die Facebook-Seite des Magazins dauerhaft gelöscht wurde. Das Unternehmen reichte eine Beschwerde bei der deutschen Bundesnetzagentur ein und argumentiert, dass die Sperrung intransparente Gründe habe und die Pressefreiheit gefährde.

Meta hatte die offizielle Playboy-Seite mit der Begründung deaktiviert, sie verstoße gegen Gemeinschaftsstandards. Das Unternehmen verwies auf Regeln zu "sexuell anspielendem Kontakt zwischen Erwachsenen" sowie "Nacktheit und sexueller Aktivität", konkretisierte jedoch nicht, welche Beiträge die Sperre ausgelöst hatten.

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Kouneli Media hatte Meta seit der Sperrung wiederholt um Aufklärung gebeten. Trotz Versuchen eines konstruktiven Dialogs behauptet der Verlag, keine substanzielle Antwort erhalten zu haben. Geschäftsführerin Myriam Karsch kritisierte die Löschung und fragte, wie ein journalistisches Medium ohne klare Begründung vollständig blockiert werden könne.

Der Medienverband der Freien Presse (MVFP) unterstützt den Rechtsstreit von Kouneli Media. Die Organisation warnt, dass Metas Vorgehen ein bedenkliches Präzedenzfall für die Medienfreiheit schaffen könnte. Um die Wiederherstellung der Seite zu erzwingen, hat der Verlag eine Münchner Kanzlei beauftragt, eine einstweilige Verfügung gegen den Tech-Konzern zu erwirken.

Bisher hat die Bundesnetzagentur öffentlich nicht auf die Beschwerde reagiert. Es liegen weder Stellungnahmen noch Informationen zu weiteren Schritten oder offiziellen Reaktionen der Behörde vor.

Im Mittelpunkt des Streits steht Metas Umgang mit journalistischen Inhalten sowie die mangelnde Transparenz bei Moderationsentscheidungen. Kouneli Media verfolgt weiterhin rechtliche Wege, während Branchenverbände den Fall wegen seiner möglichen Auswirkungen auf die digitale Pressefreiheit genau beobachten.

Quelle