Preisschock an der Mailänder Scala: Stammgäste protestieren gegen drastische Erhöhungen
Philipp LangePreisschock an der Mailänder Scala: Stammgäste protestieren gegen drastische Erhöhungen
Preiserhöhungen an der Mailänder Scala sorgen für Empörung
Die Ticketpreise im Opernhaus La Scala in Mailand sind für einige Plätze deutlich gestiegen. Besonders betroffen sind Stammgäste in den oberen Rängen, die über die Erhöhung verärgert sind. Bei Aufführungen kam es bereits zu Protesten – aus den Balkonen wurden Flugblätter abgeworfen.
Die Preisanhebung betrifft 36 Sitze in der zweiten Galerie, wo die Kosten um über 30 Prozent stiegen. Abo-Preise, die einst bei 800 Euro lagen, kosten nun 1.050 Euro. Die Leitung begründet die Änderungen mit anstehenden Tarifverhandlungen und dem Umzug der Werkstätten nach Rubattino.
Im Schnitt fällt die Erhöhung jedoch moderat aus: Ein Platz in der Galerie wird in der Spielzeit 2025–26 durchschnittlich 45,56 Euro kosten, im Jahr darauf 46,94 Euro – ein Plus von nur 1,48 Euro. Dennoch bleibt die Scala das teuerste Theater Europas, nur die Salzburger Festspiele sind noch kostspieliger.
Trotz eines Überschusses schloss Intendant Fortunato Ortombina weitere Preiserhöhungen während seiner Amtszeit aus. Die Kritik an den Änderungen wischte er als übertrieben ab – schließlich seien nur wenige Plätze betroffen.
Die Reaktionen unter treuen Besuchern fallen dennoch scharf aus. Die Scala-Führung betont, die Anpassungen seien begrenzt und notwendig. Unter der aktuellen Leitung sind vorerst keine weiteren Preiserhöhungen geplant.






