ProSieben bringt mit KI wiederbelebte Musiklegenden zurück – doch die Kritik wächst
Philipp LangeProSieben bringt mit KI wiederbelebte Musiklegenden zurück – doch die Kritik wächst
Umstrittene neue Unterhaltungsshow: ProSieben bringt mit KI wiederbelebte Musiklegenden auf den Bildschirm
Dieser Monat bringt auf dem deutschen Sender ProSieben eine kontroverse Neuheit: Staying Alive – Stars singen mit Legenden setzt auf KI-Technologie, um Auftritte verstorbener Musikikonen nachzubilden. Die Premiere am 25. April zeigt den deutschen Popstar Sasha, der gemeinsam mit einer digitalen Version von Amy Winehouse auftritt.
Das Format bringt lebende Künstler mit KI-generierten Abbildern verstorbener Stars zusammen. Neben Sasha und Winehouse sind unter anderem die No Angels mit Elvis Presley, Álvaro Soler mit Whitney Houston und Samu Haber mit Freddie Mercury zu sehen. Mithilfe von KI werden Aussehen und Stimmen der Verstorbenen so angepasst, dass sie ihren ursprünglichen Auftritten möglichst nahekommen.
Die Produktionsfirma Endemol Shine zeichnete zunächst Gesangs-Doubles auf, bevor die KI die Stimmen weiter verfeinerte, um sie den Originalen anzunähern. Doch das Konzept stößt auf Kritik – vor allem wegen ethischer Bedenken: Ist es vertretbar, das Erscheinungsbild und die Stimmen Verstorbener ohne ausdrückliche Zustimmung der Angehörigen oder Nachlässe zu nutzen?
Der Titel Staying Alive verweist zudem auf die aktuelle Strategie der ProSiebenSat.1-Gruppe. Der Medienkonzern hat kürzlich weitreichende Sparmaßnahmen angekündigt, darunter Stellenstreichungen, um die kommenden Jahre wirtschaftlich zu überstehen.
Die erste Folge von Staying Alive – Stars singen mit Legenden läuft am 25. April, eine Woche später folgt die zweite Ausgabe. Während die Show mit KI wiederbelebte Künstler auf die Bühne holt, wirft sie zugleich Fragen nach künstlerischer Integrität und rechtlichen Grenzen auf. Parallel treibt ProSiebenSat.1 seine finanzielle Umstrukturierung weiter voran.






