PSA-Gruppe gewinnt Preis für revolutionäre Lieferkettenoptimierung mit KI und S&OP
Lotta SchultePSA-Gruppe gewinnt Preis für revolutionäre Lieferkettenoptimierung mit KI und S&OP
PSA-Gruppe erhält Branchenpreis für Optimierung der Lieferkette
Die PSA-Gruppe ist für ihre Fortschritte in der Lieferkettenoptimierung mit einem bedeutenden Industriepreis ausgezeichnet worden. Das Unternehmen entwickelte ein neues System für Sales and Operations Planning (S&OP), um Lagerbestände zu reduzieren und die Produktion besser an den Bedarf anzupassen. Das Projekt gewann den Hauptpreis in der Kategorie Supply-Chain-Design und -Engineering bei den Automotive Logistics Europe Awards.
Der Automobilkonzern baut seine Präsenz in Asien, Afrika und Nordamerika weiter aus. Mit der wachsenden globalen Aufstellung will die PSA-Gruppe den Überblick über ihre Lieferkette behalten und gleichzeitig eine hohe Leistungsfähigkeit sicherstellen. Störungen in der Logistik führen häufig zu höheren Kosten und Verzögerungen beim Transport fertiger Fahrzeuge zu den Händlern.
Um diese Herausforderungen zu meistern, hat die PSA-Gruppe eine S&OP-Funktion eingeführt. Diese ermöglicht es dem Unternehmen, die Nachfrage präziser vorherzusagen und die Produktion enger an die Marktbedürfnisse anzupassen. Zudem erkundet die Gruppe neue Werkzeuge wie künstliche Intelligenz, um ihre Planungsprozesse weiter zu verfeinern.
Die Notwendigkeit einer besseren Voraussicht wurde besonders nach der Einführung der WLTP-Abgasnormen in Europa im vergangenen Jahr deutlich. Einige Hersteller hatten noch lange in dieses Jahr hinein mit Transportengpässen zu kämpfen. Die PSA-Gruppe strebt an, ihre Distributionsnetzwerke flexibler und reaktionsschneller zu gestalten – insbesondere im Zuge der Integration der Marken Opel und Vauxhall.
Branchenexperten betonen die Bedeutung von Daten, um potenzielle Probleme frühzeitig zu erkennen. Hartmut Haubrich, Direktor für Fertigfahrzeuglogistik beim Softwareanbieter Inform, hebt hervor, dass die Analyse von Informationen entscheidend ist, um Verzögerungen zu vermeiden. Sein Unternehmen bietet Optimierungssoftware an, mit der Automobilhersteller Lieferrouten im Voraus planen können. Christian Fuss, Geschäftsführer von ProAct Europe, ergänzt, die Branche solle einen «Fail-Fast»-Ansatz verfolgen, um neue Ideen schneller zu testen und Chancen zu identifizieren.
Das preisgekrönte S&OP-System der PSA-Gruppe hat bereits zu einer besseren Steuerung von Beständen und Produktion beigetragen. Das Unternehmen investiert weiterhin in Technologie und Datenanalyse, um Störungen vorzubeugen. Diese Maßnahmen sollen die Lieferkette stärken, während sich die Aktivitäten weltweit ausdehnen.






