03 February 2026, 16:30

Puma startet mit neuer Trainings-Sparte und Anta-Deal durch

Ein Schwarz-Weiß-Bild mit dem Text 'A.S. Cleghorn & Co. Importeure, Groß- und Einzelhandelsgeschäft für Allgemeine Handelswaren' darauf.

Puma startet mit neuer Trainings-Sparte und Anta-Deal durch

Puma leitet nach einem schwierigen Jahr tiefgreifende Veränderungen in seinem Geschäft ein. Die Sportmarke hat eine neue Sparte für Trainingsequipment gegründet, um künftiges Wachstum voranzutreiben. Dies erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem das Unternehmen mit finanziellen Herausforderungen kämpft: Die Umsätze sind gesunken, und die Verluste haben sich 2025 weiter erhöht.

Gleichzeitig ist der chinesische Sportartikelhersteller Anta Sports mit dem Erwerb eines 29,06-Prozent-Anteils für über 1,5 Milliarden Euro zum größten Einzelaktionär von Puma aufgestiegen. Die Transaktion soll Pumas Position in Asien stärken und Anta den Zugang zu globalen Märkten erleichtern.

Die finanziellen Probleme von Puma traten 2025 deutlich zutage: Im Vergleich zum Vorjahr brachen die Umsätze um 8,5 Prozent ein, und in den ersten neun Monaten entstand ein Verlust von 309 Millionen Euro. Um die Kosten zu senken, kündigte das Unternehmen an, rund 900 Stellen abzubauen.

Ende Januar 2026 vollendete Anta Sports den Kauf der 29,06-Prozent-Beteiligung an Puma. Der Deal im Wert von 1,505 Milliarden Euro wurde zu einem Aktienpreis von 35 Euro pro Stück abgeschlossen. Die Familie Pinault, bisher größter Puma-Aktionär, verkaufte im Rahmen der Transaktion ihre Anteile. Während Analysten langfristige Vorteile erwarten – etwa Einsparungen und strategisches Wachstum ab 2027 –, bleibt der unmittelbare finanzielle Effekt für die Jahre 2025 bis 2026 begrenzt.

Parallel zu diesen Entwicklungen setzt Puma auf Trainingsequipment als neuen Wachstumsbereich und reiht es neben Laufsport, Fußball und Sportstyle ein. Die neue Trainingssparte wird vom Unternehmenssitz in Herzogenaurach aus gesteuert. Ihre Leitung übernimmt Marvin Hoffmann, ein ehemaliger Adidas-Manager, der direkt an Pumas Marketingchefin Maria Valdes berichtet.

Die Neuausrichtung spiegelt Pumas Bemühungen wider, das Geschäft nach einem enttäuschenden Jahr wiederzubeleben. Das Unternehmen hofft, mit der neuen Sparte verlorenes Terrain zurückzugewinnen, auch wenn sich kurzfristig noch keine Marktanteilsverschiebungen gegenüber Konkurrenten wie Adidas oder Nike abzeichnen.

Pumas neue Trainingsdivision ist nun unter der Führung von Hoffmann etabliert und konzentriert sich klar auf Expansion. Durch die Anta-Transaktion sichert sich das Unternehmen zudem einen stärkeren Stand in Asien – wenn auch mit zeitlicher Verzögerung bis zur vollen Wirkung. Aktuell setzt Puma seine Umstrukturierung fort: zwischen Stellenabbau und langfristiger Strategie sucht das Unternehmen nach Wegen, die finanzielle Performance wieder zu stabilisieren.