Regensburgs Solarprojekt ERO versorgt ab 2026 drei Konzerne mit Ökostrom und Schafweiden

Philipp Lange
Philipp Lange
2 Min.
Eine Luftaufnahme einer Solar-Farm mit zahlreichen Solar-Panelen in einem Feld, umgeben von Bäumen, Gras und Wasser, mit einer Bahn, die auf einem nahegelegenen Bahnsteig fährt.Philipp Lange

Regensburgs Solarprojekt ERO versorgt ab 2026 drei Konzerne mit Ökostrom und Schafweiden

Neues Solarprojekt in Regensburg versorgt ab 2026 drei Großunternehmen mit CO₂-neutralem Strom

Ab Sommer 2026 wird ein neues Solarenergieprojekt in Regensburg drei große Unternehmen mit klimaneutralem Strom beliefern. Die Initiative der Bürgerenergiegenossenschaft Bürger Energie Region Regensburg (BERR eG) verbindet erneuerbare Stromerzeugung mit Naturschutz. Über 660 Anwohner unterstützen das Vorhaben als Mitglieder und finanzieren so die 11-Megawatt-Photovoltaikanlage mit.

Die 2012 von Bürgern, der Stadt und der Kreisverwaltung gegründete Genossenschaft setzt sich dafür ein, Ökostrom auch denen zugänglich zu machen, die keine eigene Anlage installieren können. Bisher hat die BERR eG mehr als 60 Projekte mit einer Gesamtleistung von rund fünf Megawatt realisiert. Mit vier festen Mitarbeitern und vielen Ehrenamtlichen wächst die Genossenschaft stetig – allein im vergangenen Jahr stieg die Mitgliederzahl um 30 Prozent.

Das aktuelle Projekt mit dem Namen ERO wird bifaziale Solarmodule sowie Komponenten von Siemens nutzen, darunter Wechselrichter und Transformatoren. Die technische Umsetzung übernimmt das Unternehmen Maxsolar. Um die Artenvielfalt zu fördern, werden unter den Modulen Schafe weiden.

Regensburgs Oberbürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer betonte die Bedeutung des Projekts für die städtische Initiative "Green Deal Regensburg". Bürger und Mitarbeiter der drei beteiligten Unternehmen Aumovio, Schaeffler und Siemens können sich über eine Mitgliedschaft oder nachrangige Darlehen an der Genossenschaft beteiligen. Ziel ist es, bezahlbare und nachhaltige Energie anzubieten – bei gleichzeitiger lokaler finanzieller Teilhabe.

Die 11-Megawatt-Anlage wird ab Mitte 2026 sauberen Strom an Aumovio, Schaeffler und Siemens liefern. Durch die Integration von Schafbeweidung trägt das Projekt zudem zum ökologischen Gleichgewicht bei. Das Genossenschaftsmodell sorgt dafür, dass sowohl Bürger als auch Unternehmen von kostengünstiger, erneuerbarer Energie profitieren.

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