13 March 2026, 18:18

Reh Erwin landet versehentlich im Schwarzwald – wer ist schuld?

Ein Hirsch läuft durch einen bewaldeten Bereich auf einer Trailkamera, umgeben von Bäumen, Pflanzen und trockenen Blättern am Boden, mit Text am unteren Rand des Bildes.

Elk Erwin auf der wilden Entenjagd - Lief alles nach Plan? - Reh Erwin landet versehentlich im Schwarzwald – wer ist schuld?

Ein Reh mit dem Namen Erwin, auch bekannt als Lord Fynn, sollte eigentlich vom Wildpark Pforzheim nach Bayern gebracht werden. Stattdessen landete das Tier im Schwarzwald – ein Vorfall, der nun Ermittlungen ausgelöst hat. Die Behörden prüfen derzeit, wie es zu der Verwechslung kommen konnte und ob bei dem Transport gegen Vorschriften verstoßen wurde.

Bevor ein Reh wie Erwin transportiert wird, muss der abgebende Wildpark bestätigen, dass der aufnehmende Park das Tier artgerecht unterbringen kann. Zudem ist der Wildpark verpflichtet, einen Herkunftsnachweis sowie ein Transportdokument für das Reh auszustellen. Wird das Tier ordnungsgemäß übergeben, geht die Verantwortung auf den Transportunternehmer über.

EU-Recht schreibt vor, dass Personen, die Rehe über längere Strecken transportieren, ihre Fachkunde nachweisen und eine offizielle Genehmigung einholen müssen. Im vorliegenden Fall benötigte der Transportunternehmer eine Erlaubnis des örtlichen Veterinäramts für die Fahrt. Unklar ist jedoch, welche Maßnahmen der Transportunternehmer während des Transports ergriffen hat. Die Polizei schließt nicht aus, ihn als Beschuldigten zu behandeln.

Die Ermittlungen dauern noch an; die Beamten führen Befragungen durch, darunter auch ein Gespräch mit dem Transportunternehmer. Bisher wurden keine konkreten EU-Vorgaben gefunden, die spezifische Haltungs- oder Transportbedingungen für Rehe während der gesamten Fahrt regeln. Auch über mögliche Verstöße im Fall Erwin liegen noch keine genauen Erkenntnisse vor.

Die Polizei untersucht weiterhin, wie Erwin an den falschen Ort gelangt ist. Die Rolle des Transportunternehmers und die Einhaltung der Vorschriften stehen im Mittelpunkt der Ermittlungen. Das Ergebnis wird zeigen, ob rechtliche Konsequenzen aus dem Vorfall gezogen werden.

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