Renault reformiert seine Lieferkette gegen Krisen und steigende Kosten
Philipp LangeRenault reformiert seine Lieferkette gegen Krisen und steigende Kosten
Die Automobilbranche steht vor steigenden Kosten, Lieferkettenstörungen und schrumpfenden Gewinnmargen. Renault reagiert darauf, indem es seine Logistik- und Beschaffungsstrategien umgestaltet, um Produktion und Servicelevel zu sichern.
Jean-François Salles, bei der Renault Group globaler Vizepräsident für die Lieferkette, wies auf der Konferenz Automotive Logistics and Supply Chain Europe auf die aktuellen Herausforderungen hin. Er nannte Chinas Null-Covid-bedingte Störungen im Schiffsverkehr, explodierende Energiepreise sowie ein Ungleichgewicht zwischen Logistikbedarf und -kapazitäten als zentrale Problemfelder.
Um sich anzupassen, baut Renault seine Sicherheitsbestände aus und investiert in die Absicherung der Teileversorgung. Zudem gestaltet das Unternehmen sein Logistiknetzwerk um, um die Abhängigkeit von Zulieferern zu verringern und die Flexibilität zu erhöhen. Digitale Werkzeuge spielen dabei eine zentrale Rolle – etwa bei der Steuerung komplexer globaler Lieferketten und der vorausschauenden Entscheidungsfindung.
Ein verstärkter Fokus auf industrielle Cluster soll die lokale Beschaffung fördern und eine stabile, kostengünstige Produktion ermöglichen. Renault setzt außerdem stärker auf Vertriebs- und Operationsplanung, um die anhaltende Instabilität zu bewältigen. Langfristiges Ziel ist eine vollvernetzte, digitalisierte und nachhaltige Lieferkette.
Mit diesen Maßnahmen will Renault seine Anfälligkeit für globale Schwankungen verringern. Das Unternehmen erwartet eine robustere Teileversorgung und effizientere Logistikprozesse. Die Schritte sind Teil einer umfassenden Strategie, um die Geschäftsaktivitäten trotz branchenweiter Belastungen zu stabilisieren.






