26 June 2026, 12:11

Rentenreform: Wer künftig länger arbeiten muss – und wer früher gehen darf

Rentenreform und Lebensarbeitszeit

Rentenreform: Wer künftig länger arbeiten muss – und wer früher gehen darf

Deutschland erwägt Reformen seines Rentensystems, die das Renteneintrittsalter für alle Arbeitnehmer betreffen würden. Die Vorschläge umfassen eine weitere Anhebung des Renteneintrittsalters sowie die Abschaffung bestimmter Möglichkeiten für einen vorzeitigen Ruhestand. Die Debatte über die Gerechtigkeit zwischen verschiedenen Berufen und Bildungsabschlüssen hat dabei an Fahrt aufgenommen.

Aktuell gehen in Deutschland alle Arbeitnehmer unabhängig von Beruf oder Ausbildung im gleichen Alter in Rente. Akademiker, die oft mehr verdienen und eine höhere Lebenserwartung haben, können derzeit genauso früh in den Ruhestand treten wie Beschäftigte in körperlich anstrengenden Berufen. Doch die Rentenkommission schlägt nun vor, dies zu ändern.

Die Kommission regt an, die abschlagsfreie Rente nach 45 Beitragsjahren abzuschaffen. Zudem lehnt sie eine Kopplung des Renteneintrittsalters an die geleisteten Arbeitsjahre ab. Bundeskanzler Friedrich Merz unterstützt diese Pläne und argumentiert, dass Spätstarter, die später ins Berufsleben einsteigen, weniger in die Rentenkasse eingezahlt hätten als jene, die bereits mit 16 Jahren zu arbeiten beginnen und durchgehend beschäftigt sind.

Nach dem neuen Modell soll das Renteneintrittsalter schrittweise steigen. Bis 2041 würde es auf 67,5 Jahre angehoben, bis 2051 dann auf 68 Jahre. Arbeitnehmer ohne Hochschulabschluss müssten möglicherweise noch länger arbeiten. Für körperlich belastende Tätigkeiten könnte eine „individuelle Gesundheitsprüfung“ einen vorzeitigen Ruhestand ermöglichen, falls Beschäftigte das reguläre Renteneintrittsalter nicht erreichen können.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Ziel der Reformen ist es, die Rentenregelungen stärker an Beitragsjahre und Berufsgruppen anzupassen. Arbeitnehmer in anspruchsvollen Jobs könnten künftig Begutachtungen durchlaufen, um früher in Rente gehen zu können. Akademiker, die oft länger Rente beziehen, würden im neuen System hingegen keine Sonderbehandlung mehr erhalten.

Quelle