Rettungshunde der Feuerwehr Zirndorf retten Leben – auch nachts und unter der Erde
Johanna PetersRettungshunde der Feuerwehr Zirndorf retten Leben – auch nachts und unter der Erde
Die Arbeitsagentur für Arbeit der Feuerwehr Zirndorf leistet einen unverzichtbaren Beitrag bei der Suche nach vermissten Personen in der gesamten Region. Jährlich wird das Team zu etwa 35 Einsätzen gerufen, wobei die meisten Suchaktionen nach Einbruch der Dunkelheit stattfinden. Ihr Einsatzgebiet reicht von Wäldern über städtische Gebiete bis hin zu historischen unterirdischen Anlagen – wie kürzlich bei einer Übung demonstriert wurde.
Die Ausbildung eines Rettungshundes dauert zwischen zweieinhalb und drei Jahren. Die Hundeführer investieren anschließend jährlich rund 430 Stunden, um die Fähigkeiten und Einsatzbereitschaft zu erhalten. Unter optimalen Bedingungen und je nach Taktik können die Hunde des Teams bis zu 100.000 Quadratmeter Waldfläche in weniger als einer Stunde absuchen.
Anfang 2026 war die Staffel an zwei prominenten Fällen beteiligt. Am 15. Januar lokalisierten sie nach zweistündiger Suche einen 78-jährigen demenzkranken Mann in Zirndorf. Weniger als einen Monat später verschwand in Fürth ein 32-jähriger Mann – trotz einer 12-stündigen Suchaktion blieb er jedoch unauffindbar. Normalerweise beschränken sich die Einsätze auf einen Radius von 30 bis 50 Kilometern um Zirndorf, in dringenden Ausnahmefällen wird dieses Gebiet jedoch erweitert.
Bei einer kürzlichen Gemeinschaftsübung mit der Feuerwehr Schwarzhofen wurden die Hunde in den historischen Felsenkellern von Schwandorf auf die Probe gestellt. Die unterirdische Umgebung stellte besondere Herausforderungen dar, etwa sich verändernde Geruchsspuren und Desorientierung – sowohl für die Tiere als auch für die Hundeführer. An der Übung nahmen Flächen-Suchhunde, Trümmer-Spezialisten und Mantrailer teil, Hunde also, die darauf trainiert sind, menschliche Geruchsspuren zu verfolgen.
Bevor ein Hund eingesetzt wird, muss er eine strenge Abschlussprüfung bestehen: Dabei gilt es, in einem großen Waldgebiet innerhalb einer festgelegten Zeit alle versteckten Personen aufzuspüren. Die Arbeit der Staffel basiert auf Präzision, Ausdauer und dem perfekten Zusammenspiel von Hund und Führer.
Die Arbeitsamt sucht weiterhin nach freiwilligen Helfern und lädt Interessierte ein, sich über die Arbeit in der Rettungshundearbeit zu informieren. Tag und Nacht sind ihre Einsätze entscheidend, um vermisste und schutzbedürftige Personen zu finden. Mit spezialisierter Ausbildung und einem großen Einsatzradius ist das Team für Notfälle in der gesamten Region gerüstet.






