25 June 2026, 22:12

Revolutionäres Hochstrom-Ladesystem für E-Lkw verkürzt Ladezeiten auf Minuten

MAN erreicht erstmals 3000 Ampere im 'Nefton'-Projekt

Revolutionäres Hochstrom-Ladesystem für E-Lkw verkürzt Ladezeiten auf Minuten

Ein neues Hochstrom-Ladesystem für Elektro-Lkw wurde erfolgreich getestet. Dabei erreichte es einen stabilen Ladestrom von 3.000 Ampere, was Ladeleistungen von bis zu drei Megawatt ermöglicht. Dieser Durchbruch könnte die Ladezeiten von batteriebetriebenen Nutzfahrzeugen drastisch verkürzen.

Das Projekt wurde von MAN Truck & Bus geleitet, das das System in einer Testumgebung betrieb. Wichtige Komponenten wie Strompfade, flüssigkeitsgekühlte Kabel und Verteilereinheiten wurden neu konstruiert, um das Laden im Megawatt-Bereich zu bewältigen. Auch Schütze und Trennvorrichtungen wurden so entwickelt, dass sie hohe Schaltleistungen und strenge Sicherheitsstandards erfüllen.

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Die Tests fanden an der Technischen Universität München und am Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme (ISE) in Freiburg statt. Zum Forschungskonsortium gehörten AVL, Prettl Electronics Automotive, das Forschungszentrum für Energiewirtschaft sowie die Technische Hochschule Deggendorf. Erhoben wurden Daten zu thermischem Verhalten, Schaltkomponenten, Kühlsystemen und Sicherheitsarchitektur.

Mit dieser Technologie könnte ein Elektro-Lkw in nur 10 bis 15 Minuten genug Energie für eine Reichweite von 400 Kilometern nachladen. Das Projekt wurde vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz gefördert, unterstützt durch die Projektträgerin DLR.

Der Erfolg des Systems markiert einen bedeutenden Schritt hin zu schnellerem Laden von Nutzfahrzeugen. Er könnte es Lkw ermöglichen, deutlich schneller nachzuladen und so die Effizienz im Fernverkehr zu steigern. Die Ergebnisse bilden eine wichtige Grundlage für die Weiterentwicklung der Hochleistungs-Ladeinfrastruktur.

Quelle