19 February 2026, 10:19

Reza Pahlavi führt Irans Opposition in den Kampf gegen das Regime

Eine alte Karte des Königreichs Iran aus dem Jahr 1856, gerahmt und mit den Provinzen Irans und Iraks dargestellt.

Reza Pahlavi führt Irans Opposition in den Kampf gegen das Regime

Reza Pahlavi, der Sohn des letzten Schahs des Iran, ist zum Anführer des Nationalen Aufstands gegen die Islamische Republik ernannt worden. In seiner neuen Rolle soll er einen Nationalen Aufstandsrat sowie ein Führungsteam bilden, um Irans politische Zukunft zu gestalten. Die Ernennung folgt auf Jahre des oppositionellen Engagements, darunter prominente Auftritte bei internationalen Veranstaltungen.

Auf der Münchner Sicherheitskonferenz demonstrierten über 250.000 Menschen für Pahlavi und stärkten damit seine Position als zentrale Figur der Bewegung für einen Wandel im Iran.

Pahlavi inszeniert sich seit Langem als galionsfigur einer vereinten Opposition. Im Februar 2026 sprach er auf dem Münchner Konvergenzgipfel und forderte Irans "Rettung" sowie freie Wahlen. Bereits Anfang 2025 hatte er dem damaligen US-Präsidenten Donald Trump abgeraten, Atomabkommen mit Teheran zu schließen – ein Zeichen für seinen aktiven Einfluss auf außenpolitische Debatten.

Im vergangenen Jahr veranstaltete er in München eine "Konferenz zur Rettung Irans", bei der Politiker und Aktivisten Strategien zum Sturz des Regimes der Islamischen Republik erörterten. Die Veranstaltung festigte seinen Ruf als exiliierter Anführer einer Widerstandsbewegung, die auf Demokratie drängt.

Ein neu ausgearbeiteter "Notfallphasen-Plan" – eng mit Pahlavis Umfeld verbunden – skizziert einen dreistufigen Übergang: eine Notfallphase, eine Übergangsperiode und eine langfristige Vision. Dem Vorschlag zufolge sollen zwei Referenden über Irans künftiges System entscheiden – zwischen einer demokratischen Republik oder einer Monarchie – sowie über das Schicksal der Führungselite der Islamischen Republik.

Doch der Plan stößt auf Kritik. Gegner warnen, die Übergangsphase könnte sich endlos hinziehen und Pahlavi so Zeit verschaffen, seine Macht zu festigen. Andere verweisen auf Lücken im Konzept, etwa fehlende Garantien für unabhängige Medien oder die Ausgrenzung ethnischer Minderheiten aus den Regierungsgesprächen.

Pahlavis Führung markiert einen Wendepunkt in der iranischen Oppositionsbewegung. Seine geplanten Volksabstimmungen und der schrittweise Übergang zielen darauf ab, die politische Landschaft des Landes neu zu gestalten. Dennoch bleiben Bedenken hinsichtlich der konkreten Ausgestaltung des Plans und seiner möglichen langfristigen Folgen für die Governance Irans.

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