Rundfunkreform scheitert an Blockade dreier Bundesländer – Zukunft ungewiss

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Das Logo der Berlin Finance Initiative zeigt einen blauen Kreis mit einer weißen Umrandung und einem weißen 'B' in der Mitte, umgeben von einem weißen Ring mit einem blau-weißen Karomuster, alles vor einem weißen Hintergrund mit den Worten 'Berlin Finance Initiative' in fetter schwarzer Schrift.

Rundfunkreform scheitert an Blockade dreier Bundesländer – Zukunft ungewiss

Eine geplante Reform des Finanzierungssystems für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk in Deutschland ist auf ein schwerwiegendes Hindernis gestoßen. Drei Bundesländer – Bayern, Sachsen und Sachsen-Anhalt – blockieren die Änderungen und stellen damit die Zukunft des Systems infrage. Der Streit dreht sich um die Genehmigung von Erhöhungen des Rundfunkbeitrags, wobei tiefe Gräben über das neue "Widerspruchsmodell" bestehen.

Die Reform führt ein neues "Widerspruchsverfahren" für Beitragserhöhungen ein. Demnach würden Anpassungen unter 5 Prozent automatisch in Kraft treten, sofern nicht genug Landesregierungen Einspruch erheben. Bei Erhöhungen bis zu 2 Prozent müssten drei Länder blockieren, bei Steigerungen zwischen 2 und 3,5 Prozent wären es zwei Länder, und eine einzelne Landesregierung könnte Erhöhungen zwischen 3,5 und 5 Prozent stoppen.

Befürworter argumentieren, dass die höheren Hürden künftige Blockaden erschweren würden. Kritiker wie Bettina Hesse von der Gewerkschaft ver.di werfen dem Modell jedoch vor, es ermöglichte weiterhin einer kleinen Zahl von Ländern, die Finanzierung zu torpedieren. Viele Beobachter zweifeln daran, ob die Reform die langfristige Unabhängigkeit der öffentlich-rechtlichen Sender tatsächlich sichern kann. Das Bundesverfassungsgericht soll noch in diesem Sommer über die geplanten Änderungen entscheiden. Sein Urteil wird darüber bestimmen, ob die Reform vorankommt.

Unterdessen müssen die Rundfunkanstalten ihre Finanzierungsanträge für 2027 einreichen, ohne zu wissen, ob die neuen Regeln gelten werden. Experten warnen, dass eine notwendige Erhöhung von mindestens 6,3 Prozent im Jahr 2027 außerhalb des neuen Modells läge. Das würde das Verfahren zurück in das alte, anfällige System zwingen – und die politischen Konflikte wieder aufflammen lassen.

Die Reform bleibt vorerst blockiert, während die Länder über die Finanzierungsregeln streiten. Ohne Ratifikation stehen die Sender vor Unsicherheiten bei der Budgetplanung. Die anstehende Entscheidung des Verfassungsgerichts wird zeigen, ob das Widerspruchsmodell eingeführt wird – oder ob das System in der aktuellen Pattsituation verbleibt.

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