18 March 2026, 08:13

Samsung lotet Chip-Investitionen in Sachsen und Sachsen-Anhalt aus

Nahaufnahme eines Mikrochips, der als neuer Intel-Prozessor gekennzeichnet ist, auf einer blauen Oberfläche.

Samsung lotet Chip-Investitionen in Sachsen und Sachsen-Anhalt aus

Eine deutsche Delegation ist nach Südkorea gereist, um mögliche Investitionen in die Chipindustrie auszuloten. Die Gruppe, die sich hauptsächlich aus Vertretern Sachsens und Sachsen-Anhalts zusammensetzt, traf sich mit Samsung – während Gerüchte über eine mögliche Expansion des Konzerns nach Europa kursieren. Spekulationen zufolge bleibt Deutschland trotz früherer Rückschläge ein wichtiger Anwärter für neue Halbleiterprojekte.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Der Besuch folgt auf fast zehn Tage voller Berichte, wonach Samsung in den europäischen Markt einsteigen könnte. Zwar haben noch keine offiziellen Gespräche begonnen, doch das Unternehmen könnte Standorte in Sachsen oder Sachsen-Anhalt prüfen – Regionen, in denen bereits Chipfabriken existieren oder neue Anlagen geplant sind. Einige Beobachter gehen sogar davon aus, dass Samsung die Flächen in Magdeburg übernehmen könnte, die Intel nach einem strategischen Kurswechsel geräumt hat.

Deutschland hat bereits Erfahrung damit, große Halbleiterhersteller wie TSMC, Infineon, Bosch und GlobalFoundries anzuziehen. Hohe Energie- und Arbeitskosten in Europa haben frühere Investitionen nicht verhindert. Nun, nach Intels Rückzug, liegen Milliarden an Subventionen brach, und die Verantwortlichen scheinen entschlossen, einen neuen Partner zu gewinnen.

Samsung hat bisher keine konkreten Pläne für eine Fabrik oder ein Produktionszentrum in Deutschland bestätigt. Allerdings soll das Unternehmen in breiteren Gesprächen mit Firmen wie Tesla über die Herstellung von KI-Chips stehen. Ein attraktives Subventionsangebot wäre vermutlich entscheidend, um eine Vereinbarung zu besiegeln.

Die Reise der Delegation unterstreicht Deutschlands Bemühungen, den Halbleitersektor zu stärken. Sollte Samsung zuschlagen, könnte es die Lücke füllen, die Intel hinterlassen hat, und die lokale Chipproduktion ankurbeln. Bislang führen beide Seiten jedoch Gespräche, ohne dass formelle Abkommen vorliegen.

Quelle