Satire trifft Politik: Kemptens Kommunalwahl 2026 wird auf die Schippe genommen
Lotta SchulteSatire trifft Politik: Kemptens Kommunalwahl 2026 wird auf die Schippe genommen
Satirische Show nimmt Kemptens Politik vor der Kommunalwahl 2026 auf die Schippe
Eine aktuelle satirische Aufführung hat die politische Szene Kemptens vor der Kommunalwahl 2026 auf humorvolle Weise seziert. Lokale Persönlichkeiten wurden in überzeichneten Rollen dargestellt, wobei sowohl die amtierende Bürgermeisterin als auch ihre Herausforderer auf die Schippe genommen wurden. Die von dem Arzt Spitzer und anderen dargebotenen Sketche sorgten für Lacher, stellten aber gleichzeitig die Eignung der Kandidaten für das Amt infrage.
In der Show präsentierte Arzt Spitzer eine Comedy-Nummer über seine ärztliche Praxis. Er scherzte, er untersuche Patienten nie auf Durchfall, und fügte hinzu: "Ich zahle keinen Cent fürs Parken – in Kempten kennt mich jeder." Seine Figur spielte mit dem Gedanken lokaler Privilegien und verband Humor mit einem Seitenhieb auf politische Vetternwirtschaft.
Katharina Schrader wurde als tollpatschige Frau Holle persifliert, die versehentlich Herzen über die Stadt verstreut – statt Schnee. Franz-Josef Natterer-Babych hingegen wurde als eitelster Narzisst dargestellt, der sich ständig im Spiegel bewundert. Ein weiterer Sketch führte DonQuiSchoche ein, eine Figur, die als Kämpfer gegen die dominierende CSU im Wahlkampf inszeniert wurde.
Die Alternativen zur amtierenden Bürgermeisterin Indra Baier-Müller, die im Volksmund "Hausdrache" genannt wird, wurden als schwache Konkurrenten präsentiert. Dominik Tartler wurde als zu jung und unerfahren für das Amt abgetan. Bei Kandidaten wie "Rechenmeister" Eigstler oder "Hai" Wilhelm blieb ihre Eignung fragwürdig – die Darstellung stellte infrage, ob sie Baier-Müller ersetzen könnten. Eine fiktive Hexe Mechthild warnte gar, ein politisches Mandat sei "kein Souvenir" – ein Seitenhieb auf jene, die das Amt als Preis statt als Verantwortung betrachten.
Die Freien Demokraten (FDP) haben bereits ihre Unterstützung für Baier-Müllers Bewerbung um eine dritte Amtszeit erklärt. Die Sketche deuteten jedoch an, dass die Wähler Mühe haben könnten, eine überzeugende Alternative zu finden.
Die satirische Aufführung beleuchtete sowohl die Stärken als auch die wahrgenommenen Schwächen der Kemptener Kandidatinnen und Kandidaten. Mit der Wahl am 8. März 2026 rücken die Sketche die Kampagne zusätzlich in den Fokus der öffentlichen Kritik. Während die FDP die Amtsinhaberin unterstützt, wurden ihre Herausforderer in der Comedy-Show als unausgereift oder wenig überzeugend dargestellt.






