16 February 2026, 02:17

Schweiz stärkt Sicherheitskooperation mit Europa bei Münchner Konferenz

Eine Gruppe von Polizeibeamten steht vor einem großen Gebäude mit Fenstern, Säulen und Bögen, mit Fahrzeugen auf der Straße, einer Person mit einer Kamera auf der linken Seite und einem klaren blauen Himmel im Hintergrund.

Schweiz stärkt Sicherheitskooperation mit Europa bei Münchner Konferenz

Schweizer Innenminister Beat Jans und Verteidigungsminister Martin Pfister nahmen diese Woche an der Münchner Sicherheitskonferenz teil. Dort führten sie hochrangige Gespräche mit europäischen Amtskollegen über die Stärkung der Sicherheitskooperation angesichts wachsender Bedrohungen.

Im Mittelpunkt der Treffen standen die Verteidigungskooperation, grenzüberschreitende Kriminalität und Menschenrechte – Themen, die die ausgeweitete Rolle der Schweiz in regionalen Sicherheitsbemühungen unterstreichen.

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Jans traf sich mit dem deutschen Innenminister Hans-Peter Friedrich, seinem österreichischen Amtskollegen Gerhard Karner sowie der Europol-Direktorin Catherine De Bolle. Die Gespräche drehten sich um gemeinsame Strategien zur Bekämpfung der organisierten Kriminalität und hybrider Bedrohungen. Jans betonte dabei die Notwendigkeit eines «ganzheitlichen Sicherheitsansatzes» und forderte eine engere Zusammenarbeit mit den Schengen-Staaten und Nachbarländern.

Am Rande der Konferenz nahm Pfister an einem Austausch mit Verteidigungsministern mehrerer europäischer Nationen teil. Er räumte ein, dass die Verteidigungsausgaben der Schweiz im Vergleich zu NATO-Mitgliedern niedriger seien, hob jedoch die Bedeutung von Anpassungsfähigkeit in einem instabilen globalen Umfeld hervor.

In den vergangenen fünf Jahren hat die Schweiz ihre militärische Zusammenarbeit mit den baltischen Staaten im Rahmen des NATO-Programms «Partnerschaft für den Frieden» schrittweise ausgebaut. Dazu gehörten die Entsendung von Beobachtern zum estnischen Manöver «Silberner Pfeil» 2022, die Teilnahme an der Cyberabwehr-Übung «Bold Quest» 2023 sowie bilaterale Ausbildungsmissionen in Lettland im Jahr 2024. Ab 2025 werden Schweizer Truppen zudem die verstärkte NATO-Präsenz in Litauen mit Rotationskräften und Ausrüstung unterstützen.

Zudem führte Jans separate Gespräche mit dem UN-Hochkommissar für Menschenrechte, Volker Türk. Beide betonten den Zusammenhang zwischen Sicherheitspolitik und dem Schutz grundlegender Rechte und bekräftigten das Engagement der Schweiz in beiden Bereichen.

Die Treffen zeigen deutlich, dass die Schweiz ihre Sicherheitspartnerschaften in Europa vertiefen will. Mit laufender militärischer Zusammenarbeit in den baltischen Staaten und neuen Initiativen gegen grenzüberschreitende Kriminalität positioniert sich das Land zunehmend als aktiver Akteur in der regionalen Verteidigung.

Jans' Warnungen vor hybrider Kriegsführung und organisierter Kriminalität deuten darauf hin, dass diese Bemühungen in den kommenden Jahren weiter ausgebaut werden.