Schweizer Familie stoppt weltweiten Meme-Missbrauch mit ihrem Bagger-Sturz-Video
Lotta SchulteSchweizer Familie stoppt weltweiten Meme-Missbrauch mit ihrem Bagger-Sturz-Video
Eine Schweizer Familie hat sich gegen die unrechtmäßige weltweite Nutzung eines Memes ausgesprochen, das den Sturz ihres Sohnes von einem Bagger zeigt. Die Aufnahme stammt aus einer Folge der Serie Auf und davon von 2010 und zeigt, wie der Junge hinfällt und der erschrockene Ausruf seines Vaters – mittlerweile ein weltweit bekanntes Internet- und Werbephänomen.
Das Meme tauchte erstmals 2010 auf, nachdem die Schweizer Fernsehserie die Szene ausgestrahlt hatte. Jahre lang blieb es weitgehend unbekannt, bis TikTok-Remixe und Marketingkampagnen es international populär machten. Bis 2026 wurden über 500 kommerzielle Verwendungen dokumentiert, darunter Werbespots von McDonald's, Coca-Cola und Netflix sowie Merchandise-Artikel wie Nike-Turnschuhe in Japan und Red-Bull-Promotionen in Australien.
2023 verurteilte die Familie die Ausbeutung des Memes und betonte, sie habe weder der Verbreitung noch dem Verkauf damit verbundener Produkte zugestimmt. Um die Privatsphäre ihrer Kinder zu schützen, hatte sie sich jahrelang aus der Öffentlichkeit zurückgehalten. Die Schweizer Band Stubete Gäng hatte zuvor einen Song namens Richi veröffentlicht, in dem die Stimme des Vaters und das Baggergeräusch zu hören sind. Der Titel entwickelte sich zur Torjubelhymne der Schweizer Eishockeynationalmannschaft.
Nach den Beschwerden der Familie kündigte Stubete Gäng an, den Song ohne die Stimme des Vaters neu aufzunehmen. Auch der Schweizer Eishockeyverband strich den Titel von der Playlist für die Weltmeisterschaft 2024 in Prag.
Die Einwände der Familie haben konkrete Auswirkungen auf die Nutzung des Memes: Der Song von Stubete Gäng wird künftig ohne die Stimme des Vaters auskommen, und der Eishockeyverband verzichtet bei Spielen darauf. Trotz seines viralen Erfolgs hängt die Zukunft des Memes nun davon ab, ob die Wünsche der Familie respektiert werden.






