20 February 2026, 04:31

Söder nutzt Winterspiele in Italien für Münchens Olympiabewerbung und politische Botschaften

Ein Plakat für die Olympischen Sommerspiele 1932 in Berlin, Deutschland, das eine Person in einem hellgelben Overall mit entschlossener Miene zeigt, umgeben von Text einschließlich "Festschrift" in fetter, schwarzer Schrift.

Söder nutzt Winterspiele in Italien für Münchens Olympiabewerbung und politische Botschaften

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat diese Woche einen vielbeachteten Besuch bei den Olympischen Winterspielen in Italien absolviert. Die Reise fiel mitten in den bayerischen Kommunalwahlkampf und verband politische Absichten mit sportlichem Ehrgeiz. Vor Ort warb er offen für Münchens Bewerbung um die Austragung der Sommerspiele in den kommenden Jahren.

Auf Söders Programm standen Gespräche mit wichtigen Sportfunktionären, darunter Jørg Ammon, der Präsident des Bayerischen Landes-Sportverbands. Im Mittelpunkt der Diskussionen stand eine mögliche deutsche Olympiabewerbung, wobei Söder München wiederholt als idealen Austragungsort hervorhob.

In den sozialen Medien bezog er sich direkt auf die Kandidatur der Stadt und unterstrich so seine politische Botschaft. Gleichzeitig würdigte er bayerische Athletinnen wie Laura Gimmler und Coletta Rydzek, die im Teamsprint Langlauf Bronze gewannen. Beide stammen aus Oberstdorf – ein Fakt, den Söder in seinen Glückwünschen besonders betonte.

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Doch nicht alles verlief nach Plan: Die Mannschaft in der Nordischen Kombination, eine weitere bayerische Hoffnung, blieb ohne Medaille – und damit entfiel Söder eine siegreiche Fotogelegenheit. Seine zuvor geäußerte Zuversicht in Bezug auf die Spiele hatte zu Hause bereits Aufwind erhalten, wo ein Bürgerentscheid im Herbst 2025 Münchens Bewerbung mit großer Mehrheit unterstützte.

Die Kampagne konnte dabei auf prominente Fürsprecher zählen, darunter den FC Bayern München, der seine Spielstätten – Allianz Arena, BMW Park und SAP Garden – für das Vorhaben zur Verfügung stellte. Die Beteiligung des Vereins half, die öffentliche Unterstützung zu mobilisieren, und machte den Bürgerentscheid zu einem klaren Erfolg für Söders Strategie.

Der Italien-Besuch diente gleichermaßen als politisches Statement und als Werbeoffensive für Münchens olympische Ambitionen. Mit wichtigen Institutionen bereits an Bord geht die Bewerbung nun mit starker öffentlicher und institutioneller Rückendeckung voran. Söder hat sportlichen Ruhm eng mit der politischen Agenda Bayerns verknüpft.