24 May 2026, 16:20

Söder warnt vor AfD-Aufstieg und vergleicht Lage mit Weimarer Republik

Söder lehnt Minderheitsregierung ab

Söder warnt vor AfD-Aufstieg und vergleicht Lage mit Weimarer Republik

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat drastische Warnungen vor dem Aufstieg der rechtsextremen AfD ausgesprochen. In jüngsten Äußerungen zog der CSU-Vorsitzende historische Parallelen und wies Forderungen nach einer Minderheitsregierung als unrealistisch und riskant zurück.

Söder warf der AfD vor, kein echtes Interesse an inhaltlicher Politikgestaltung zu haben. Stattdessen behauptete er, das eigentliche Ziel der Partei sei es, den bürgerlich-konservativen Union-Block zu untergraben und langfristig zu ersetzen. Ihre Strategie beschreib er als reine Machtkonsolidierung statt als konstruktive Politik.

Der CSU-Chef ging noch weiter und verglich die heutige politische Lage mit der instabilen Weimarer Republik. Er verwies darauf, dass demokratische Regierungen in der Vergangenheit zusammenbrachen, als Radikale an Stärke gewannen, während die etablierten Parteien schwächer wurden. Söder betonte, dass sich die Geschichte nicht wiederholen dürfe.

Zur Frage der Regierungsbildung lehnte er eine Minderheitsregierung auf Bundesebene ab. Dies sei „Wunschdenken“, argumentierte er – ein solches Konstrukt wäre ineffektiv und labil. Zudem warnte er, dass Neuwahlen die Situation nur verschlimmern würden, da sie ein noch schwächeres demokratisches Mandat hervorbringen würden.

Söders Aussagen spiegeln tiefe Sorgen über den wachsenden Einfluss der AfD und die möglichen Folgen für die politische Stabilität Deutschlands wider. Seine Warnungen unterstreichen die Risiken einer Zersplitterung und die Notwendigkeit einer starken, geschlossenen demokratischen Führung.

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