SPD bleibt in Fürth trotz leichter Verluste klar stärkste Kraft im Stadtrat
Johanna PetersSPD bleibt in Fürth trotz leichter Verluste klar stärkste Kraft im Stadtrat
Stadtratswahl in Fürth bestätigt SPD erneut als stärkste Kraft
Die Stadtratswahl in Fürth hat die SPD erneut als führende politische Kraft bestätigt. Die Partei erreichte über 41 Prozent der Stimmen und behielt trotz eines leichten Rückgangs ihre dominierende Position. Gleichzeitig verzeichnete die AfD eine Verdopplung ihres Ergebnisses – einer der größten Verschiebungen in diesem Jahr.
Die Wahl fand am 8. März 2026 statt, die Wahlbeteiligung lag bei 54,54 Prozent. Von 97.395 Wahlberechtigten gaben 53.116 ihre Stimme ab. Die SPD blieb mit 41,06 Prozent der Stimmen (leicht unter dem Ergebnis von 2020) an der Spitze und stellt künftig 21 Sitze im Stadtrat. Oberbürgermeister Thomas Jung erhielt ein klares Mandat und wurde mit 72,14 Prozent der Stimmen im Amt bestätigt.
Die AfD legte deutlich zu und erreichte 11,3 Prozent – ein Plus von 5,41 Prozentpunkten. Damit stellt die Partei nun sechs Abgeordnete, doppelt so viele wie zuvor. Die Grünen hingegen verloren an Unterstützung und kamen auf 14,41 Prozent, was sieben Sitze bedeutet.
Die CSU blieb stabil bei 17,0 Prozent und behält neun Sitze, während die Linke mit 8,86 Prozent vier Mandate errang. Kleinere Parteien konnten ebenfalls zulegen: Die Tierschutzpartei zog mit 2,81 Prozent und einem Sitz erstmals in den Stadtrat ein, die Freien Wähler erreichten 2,57 Prozent (ein Sitz) und die FDP sicherte sich 2,0 Prozent (ebenfalls ein Sitz).
Die Fürther Ergebnisse heben sich von überregionalen Trends ab, da die SPD hier – anders als in vielen anderen Regionen – keinen nennenswerten Rückgang verzeichnete. Direkte Vergleiche mit ähnlich großen bayerischen Städten wie Bamberg oder Aschaffenburg lagen jedoch nicht vor.
Die SPD bleibt zwar stärkste Fraktion im Fürther Stadtrat, muss aber leichte Verluste hinnehmen. Der Aufstieg der AfD und der Rückgang der Grünen werden die lokalen Debatten in den kommenden Jahren prägen. Bei einer Wahlbeteiligung von 54,54 Prozent spiegeln die Ergebnisse sowohl Kontinuität als auch sich wandelnde politische Prioritäten der Wähler wider.






