15 April 2026, 12:17

SPD plant kapitalgedecktes Rentensystem mit Start-up-Förderung und Bundesrentenfonds

Alter deutscher Regierungsaktienchein mit rotem Stempel, Text und Zahlen auf altem Papier.

SPD plant kapitalgedecktes Rentensystem mit Start-up-Förderung und Bundesrentenfonds

Drei Abgeordnete der SPD haben einen Plan vorgelegt, um schrittweise ein kapitalgedecktes Rentensystem in die bestehende gesetzliche Rentenversicherung Deutschlands einzuführen. Ihr Vorschlag kommt kurz nach der Verabschiedung von Reformen zur privaten Altersvorsorge durch den Bundestag und zu einem Zeitpunkt, an dem die SPD dabei ist, eine umfassendere Reformagenda abzuschließen.

Kernstück des Plans ist ein neuer "Bundesrentenfonds", der bis zu fünf Prozent seiner Mittel in Start-ups oder europäische Unternehmen investieren soll, die sich auf einen Börsengang vorbereiten. Zunächst würde dieser Fonds als freiwilliges Produkt für betriebliche und private Altersvorsorgepläne fungieren. Langfristig soll er jedoch dazu beitragen, Teile des gesetzlichen Rentensystems zu finanzieren.

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Die Abgeordneten wollen zudem die WIN-Initiative ausbauen und deren Ziel von 12 auf 25 Milliarden Euro bis 2030 erhöhen. Ihr Vorschlag sieht Steuervergünstigungen für Forschung und Entwicklung vor, um das Wachstum von Start-ups zu fördern. Auch PrivatInvestoren sollen profitieren, indem sie über neue Tranchen in Dachfonds leichter Zugang zu Wachstumsunternehmen erhalten.

Regulatorische Änderungen bilden einen weiteren zentralen Baustein des Plans. Die Politiker setzen sich dafür ein, die Anlagevorschriften zu lockern, damit Versicherungen und Pensionsfonds freier in Start-ups investieren können. Dieser Ansatz knüpft an frühere Vorschläge von SPD-Chef Lars Klingbeil an, ergänzt sie jedoch um eine klarere Start-up-Strategie.

Sollten die Reformen umgesetzt werden, entstünden neue Anlagekanäle für Pensionsfonds und PrivatInvestoren. Die erweiterte WIN-Initiative und die regulatorischen Anpassungen könnten zudem die Finanzierung von Start-ups und Wachstumsunternehmen verbessern. Die SPD wird erwartet, diese Ideen in ihr umfassenderes Rentendreformpaket zu integrieren.

Quelle