10 January 2026, 22:35

SPD startet härtesten Wahlkampf gegen die AfD in Mecklenburg-Vorpommern

Zwei Autos auf einer Straße außerhalb der Stadt mit Text in der linken unteren Ecke.

Schwesig schwört SPD in härtesten Wahlkampf bisher - SPD startet härtesten Wahlkampf gegen die AfD in Mecklenburg-Vorpommern

Die SPD hat ihren Wahlkampf für die Landtagswahlen 2023 in Mecklenburg-Vorpommern gestartet. Parteichefin Manuela Schwesig richtete sich in Güstrow an rund 120 Kandidaten und Unterstützer und gab damit den Ton für das an, was sie als den härtesten Wahlkampf in der Geschichte der SPD bezeichnete.

Aktuelle Umfragen sehen die rechtspopulistische AfD mit 38 Prozent in Führung, während die SPD bei 19 Prozent liegt. Dennoch zeigt sich Schwesig überzeugt, dass ihre Partei den Sieg verteidigen kann.

Die SPD regiert Mecklenburg-Vorpommern derzeit in einer Koalition mit der Linken. Dieses „rot-rote“ Bündnis war als Gegenentwurf zum Aufstieg der AfD geschlossen worden, die in den vergangenen Jahren an Einfluss gewonnen hat.

Beim Wahlkampfauftakt warnte Schwesig, ein Sieg der AfD würde zu einem weniger freien und sozial ungerechteren Land führen. Sie rief ihre Partei zur Standhaftigkeit auf und verwies auf den Erfolg von 2021, als die SPD trotz zunächst schlechter Umfragewerte 39 Prozent der Stimmen holte.

Um den Wahlkampf zu stärken, will die SPD ihre Anstrengungen in eine breitere „gemeinsame demokratische Bewegung“ einbetten, die sich gegen die AfD richtet. Schwesig betonte die Stärken der Partei: Geschlossenheit, Wahlkampferfahrung, ein klares inhaltliches Programm und tiefe regionale Verwurzelung. Sie forderte die Mitglieder auf, entschlossen zu bleiben – trotz der größten Herausforderung in der Parteigeschichte.

Im Mittelpunkt der SPD-Kampagne steht nun die Mobilisierung der Wähler gegen den wachsenden Einfluss der AfD. Mit Blick auf die anstehende Wahl setzt die Partei darauf, ihre organisatorische Stärke und Basisunterstützung zu nutzen, um an frühere Erfolge anzuknüpfen. Das Ergebnis wird entscheiden, ob die SPD an der Macht bleibt oder die AfD die Regierungsverantwortung im Land übernimmt.