Stefan Krafts Comeback nach der Geburt seiner Tochter bei der Vierschanzentournee
Philipp LangeStefan Krafts Comeback nach der Geburt seiner Tochter bei der Vierschanzentournee
Die 74. Vierschanzentournee startet am Montag, dem 25. Dezember, in Oberstdorf. Unter den Teilnehmern geht Österreichs Stefan Kraft als erfahrener Veteran mit bereits 14 Starts bei dem prestigeträchtigen Wettbewerb an den Start. Sein Ziel in diesem Jahr: die Rückkehr zur alten Stärke, nachdem er 2022 den Titel wegen einer Windverzögerung nur knapp verpasste.
Kraft, Österreichs führender Skispringer, hat in dieser Saison bereits drei Podestplatzierungen erreicht. Trotz einer Auszeit Anfang Dezember zur Geburt seiner Tochter liegt er aktuell auf Platz sieben der Weltcup-Gesamtwertung. In seiner Karriere feierte er 46 Siege und liegt damit nur knapp hinter Gregor Schlierenzauers Rekord von 53 Erfolgen.
Der 30-Jährige hält zudem den Weltrekord für die meisten Karrierepunkte mit über 15.900 Zählern. Sein Anspruch für die diesjährige Tournee ist klar: Er will im Rennen bleiben, wenn das Turnier nach Österreich wechselt – zunächst nach Innsbruck und dann nach Bischofshofen. Derweil geht der Schweizer Simon Ammann, der erfahrenste Teilnehmer des Feldes, bereits zum 27. Mal an den Start.
Krafts letzte Vierschanzentournee endete enttäuschend, als eine Windböe seinen finalen Sprung in Bischofshofen beeinträchtigte. Diesmal will er solche Rückschläge vermeiden und erneut um den Titel kämpfen.
Das Turnier beginnt ohne einen klaren Favoriten in der Weltcup-Wertung. Doch Krafts Erfahrung und seine jüngsten Leistungen deuten darauf hin, dass er zu den aussichtsreichsten Anwärtern gehört. Seine Rückkehr in den Wettkampfsport nach der Geburt seiner Tochter verleiht seiner diesjährigen Mission eine zusätzliche Dimension.