Steiners CDU stellt Weihersberg-Projekt kurz vor der Wahl infrage
Lotta SchulteSteiners CDU stellt Weihersberg-Projekt kurz vor der Wahl infrage
Wenige Wochen vor den Kommunalwahlen fordert Steiners CDU massive Änderungen am Weihersberg-Projekt
Das 23 Hektar große Vorhaben, einst als gemeinsames Konzept für Wohnraum, Schulen und Gewerbeflächen geplant, steht nun wegen Streitigkeiten über Kosten, Planung und Finanzierung in der Kritik. Andere Parteien warnen, dass eine Überarbeitung des Plans zu Verzögerungen, Mindereinnahmen und rechtlichen Problemen führen könnte.
Die CDU verlangt eine grundlegende Überprüfung des Masterplans und setzt sich für die unterirdische Verlegung der 110-kV-Stromleitung sowie eine transparente Kostenaufschlüsselung ein. Zudem fordert sie eine weniger dichte Bebauung mit mehr Gewerbeflächen und schlägt vor, bestehende Grundschulen und die Sportanlagen des STV Deutenbach zu modernisieren, statt Neubauten zu errichten. Die SPD hingegen argumentiert, dass Neubauten höhere staatliche Fördergelder bringen als Sanierungen.
Pädagogen wie Gabriele Stanin und Andreas Selz verteidigen das geplante Schulkonzept und bezeichnen die aktuellen Gebäude als veraltet für modernen Unterricht. Gleichzeitig warnte der FDP-Politiker Wolff Fülle, dass eine offener gestaltete Bebauung wegen der nahegelegenen Industriegebiete gegen Lärmschutzvorschriften verstoßen könnte. SPD-Mann Walter Nüssler schätzt, dass der CDU-Ansatz der Stadt bis zu 50 Millionen Euro an entgangenen Einnahmen kosten könnte.
Bürgermeister Kurt Krömer betonte die Bedeutung des Projekts für den geförderten Wohnungsbau und die wirtschaftliche Entwicklung. Doch bei einer gemeinsamen Pressekonferenz warnten mehrere Fraktionen – darunter SBG, SPD, Freie Wähler, Linke und FDP – davor, den Plan aufzugeben oder grundlegend zu ändern. Trotz der Kritik bekräftigt die CDU, das Projekt weiterhin zu unterstützen, fordert aber eine erneute Planung und volle Transparenz bei den Ausgaben.
Die Debatte um die Zukunft von Weihersberg eskaliert kurz vor dem Wahltag. Sollten die CDU-Vorschläge umgesetzt werden, drohen dem Projekt Verzögerungen, Finanzierungsunsicherheiten und mögliche Konflikte mit behördlichen Auflagen. Die Stadt muss nun entscheiden, ob sie den Plan anpasst oder wie ursprünglich vereinbart fortführt.






