Steinmeier ruft "Tag der Ehrenamtlichkeit" zum Grundgesetz-Jubiläum aus
Johanna PetersSteinmeier ruft "Tag der Ehrenamtlichkeit" zum Grundgesetz-Jubiläum aus
Bundespräsident Steinmeier startet ersten „Tag der Ehrenamtlichkeit“ zum Jubiläum des Grundgesetzes
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat den ersten „Tag der Ehrenamtlichkeit“ ins Leben gerufen, um an den Jahrestag des Grundgesetzes zu erinnern. Die Initiative soll junge Menschen dazu ermutigen, sich ehrenamtlich zu engagieren – ohne langfristige Verpflichtungen. Steinmeier besuchte einen Berliner Gemeinschaftsgarten, um die Bedeutung bürgerschaftlichen Engagements und praktischer Mitwirkung zu unterstreichen.
Das Grundgesetz, die deutsche Verfassung, wurde am 23. Mai 1949 verkündet. Zum 75. Jubiläum erklärte Steinmeier diesen Tag zum „Tag der Ehrenamtlichkeit“ – als Aufruf zum Handeln und nicht nur als Gedenktag. Er betonte, dass Demokratie dann gedeiht, wenn Bürgerinnen und Bürger sich aktiv in die Gesellschaft einbringen.
Während seines Besuchs im Prinzessinnengarten, einem Gemeinschaftsgarten in Berlin, pflanzte der Bundespräsident Zucchinisetlinge und erntete Spinat. Seine Teilnahme stand symbolisch für die Kernbotschaft des Tages: Gemeinsames Engagement stärkt Gemeinschaften und schafft Verbindungen zwischen unterschiedlichen Gruppen.
Steinmeier hofft, dass der Tag junge Menschen dazu motiviert, ehrenamtliche Tätigkeiten auszuprobieren – etwa als Online-Nachhilfelehrer. Gleichzeitig machte er deutlich, dass der „Tag der Ehrenamtlichkeit“ zu einer jährlichen Tradition werden soll, die durch aktives Mitmachen begangen wird und nicht als passiver Feiertag. Anders als in einigen Vorschlägen lehnte er ab, den 23. Mai zu einem gesetzlichen Feiertag zu erklären. Demokratie, so Steinmeier, müsse gelebt und nicht nur betrachtend begangen werden.
Der „Tag der Ehrenamtlichkeit“ soll bürgerschaftliches Engagement niedrigschwellig zugänglich machen – besonders für jüngere Generationen. Durch kurzfristige Ehrenamtsangebote will die Initiative eine Kultur der Teilhabe fördern. Der Fokus des Bundespräsidenten auf praktische Mitwirkung unterstreicht die Idee, dass Demokratie auf aktive Bürgerinnen und Bürger angewiesen ist.






