Streik am Münchner Flughafen: Warum Reisende am Freitagmorgen länger warten müssen
Johanna PetersStreik am Münchner Flughafen: Warum Reisende am Freitagmorgen länger warten müssen
Reisende am Münchner Flughafen müssen am Freitagmorgen mit Verspätungen rechnen – wegen eines geplanten Streiks. Die Gewerkschaft Verdi hat Sicherheitskräfte zum Arbeitsniederlegung aufgerufen, um höhere Löhne für Beschäftigte im öffentlichen Dienst durchzusetzen. Der Protest wird den Betrieb in einem der verkehrsreichsten Flughäfen Deutschlands in den frühen Morgenstunden beeinträchtigen.
Der Streik beginnt um 5:00 Uhr und dauert bis 10:00 Uhr. Etwa 100 Sicherheitsmitarbeiter, die in der Frühschicht eingesetzt sind, wollen sich an der Aktion beteiligen. Zwar werden voraussichtlich keine Flüge gestrichen, doch müssen Passagiere mit längeren Wartezeiten und verzögerten Kontrollen rechnen.
Verdi fordert eine Lohnerhöhung von 10,5 Prozent für Bund- und Kommunalbeschäftigte, mindestens jedoch 500 Euro mehr pro Monat. Die Arbeitgeber bieten hingegen eine stufenweise Erhöhung von 5 Prozent über zwei Jahre an sowie eine einmalige Zahlung von 2.500 Euro. Bisher gab es zwei Verhandlungsrunden; in drei Wochen steht die dritte an.
Die Flughafenbetreiber raten Reisenden, früher als üblich einzutreffen, um ihren Flug nicht zu verpassen. Der Streik ist Teil der anhaltenden Tarifkonflikte um Löhne und Arbeitsbedingungen im öffentlichen Sektor Deutschlands.
Mit dem fünfstündigen Warnstreik will die Gewerkschaft die Arbeitgeberseite zu einem besseren Angebot drängen. Sollten die anstehenden Gespräche scheitern, könnten weitere Arbeitsniederlegungen folgen. Passagiere werden aufgefordert, ihren Flugstatus zu prüfen und für die Sicherheitskontrollen mehr Zeit einzuplanen.






