26 February 2026, 08:45

Streit um Alphonso Davies: FC Bayern wirft Kanada Fahrlässigkeit nach Kreuzbandriss vor

Ein Mann in weißer Uniform kniet auf einem Fußballfeld, trägt Fußballschuhe.

Streit um Alphonso Davies: FC Bayern wirft Kanada Fahrlässigkeit nach Kreuzbandriss vor

Ein Streit zwischen dem FC Bayern und dem Kanadischen Fußballverband ist wegen der Kreuzbandverletzung von Alphonso Davies im März 2023 entbrannt. Der deutsche Verein wirft der Nationalmannschaft Fahrlässigkeit vor, während kanadische Funktionäre die Vorwürfe als reines Pech zurückweisen. Davies, mittlerweile wieder genesen, soll bei der bevorstehenden Weltmeisterschaft 2023 eine zentrale Rolle spielen.

Die Verletzung ereignete sich während Kanadas 2:1-Sieg gegen die USA im Spiel um Platz drei der CONCACAF Nations League. Der FC Bayern argumentiert, Davies – der bereits zuvor unter Muskelproblemen gelitten hatte – hätte überhaupt nicht auflaufen dürfen. Vereinschef Jan-Christian Dreesen kritisierte den kanadischen Verband scharf, weil der Spieler ohne umfassende medizinische Untersuchung nach München zurückkehrte.

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Franz Schiemer, Berater der kanadischen Mannschaft, wies die Vorwürfe des FC Bayern zurück. Er bezeichnete die Verletzung als "unglaublich unglücklich" und betonte, dass sie eine andere Körperregion betraf, die nicht mit Davies' früheren Beschwerden zusammenhing. Schiemer lobte zudem das Talent des Flügelstürmers und erinnerte an dessen "elektrisierende" erste Trainingseinheit mit der Nationalelf.

Seit dem Vorfall wurden keine neuen medizinischen Richtlinien für verletzte Spieler bei Länderspielreisen bekannt.

Davies hat sich inzwischen vollständig erholt und bleibt für Kanada ein Schlüsselfigur im Vorfeld der WM. Die Auseinandersetzung zwischen dem FC Bayern und dem Kanadischen Fußballverband unterstreicht die anhaltenden Bedenken hinsichtlich des Spielerschutzes bei internationalen Begegnungen. Beide Seiten haben bisher keine weiteren Maßnahmen oder Änderungen der Vorschriften angekündigt.