Streit um Hitzeschutz: Landkreistag fordert mehr Geld vom Bund trotz Sonderfonds
Philipp LangeStreit um Hitzeschutz: Landkreistag fordert mehr Geld vom Bund trotz Sonderfonds
Ein Streit über die Finanzierung lokaler Hitzeschutzmaßnahmen ist entbrannt. Der Deutsche Landkreistag widerspricht den Aussagen von Bundesumweltminister Carsten Schneider, wonach die bestehenden Fördermittel ausreichen würden. Achim Brötel, der Präsident des Verbandes, besteht darauf, dass nach wie vor langfristige Lösungen fehlen.
Schneider hatte zuvor erklärt, die 100 Milliarden Euro aus einem Sonderfonds für Klimaanpassung reichten für Länder und Kommunen aus, um notwendige Hitzeschutzmaßnahmen zu finanzieren.
Brötel widerspricht dieser Einschätzung vehement. Er bezeichnete den Fonds als „nur einen Tropfen auf den heißen Stein“ und betonte, dass dieser keine dauerhafte und angemessene Finanzierung ersetze. Die Kommunen bräuchten verlässliche Mittel, um Hitzeaktionspläne zu entwickeln, Einrichtungen zu beraten und Anpassungsstrategien umzusetzen.
Darüber hinaus verwies Brötel auf den Bedarf an festen Personalstellen und Planungssicherheit. Ohne diese, warnte er, könne Hitzeschutz nicht als dauerhafte Aufgabe behandelt werden.
Der Deutsche Landkreistag hält an seiner Forderung nach kontinuierlicher finanzieller Unterstützung fest. Lokale Behörden benötigten stabile Finanzmittel, um Hitzerisiken wirksam zu begegnen. Die Debatte über ausreichende Ressourcen zwischen Bund und Kommunen dauert an.
