Streitfoto aus Halberstadt bringt CDU und AfD in Sachsen-Anhalt in Erklärungsnot
Johanna PetersStreitfoto aus Halberstadt bringt CDU und AfD in Sachsen-Anhalt in Erklärungsnot
Ein Foto zweier Politiker sorgt in Sachsen-Anhalt für Aufsehen: Guido Heuer (CDU) und Ulrich Siegmund (AfD) wurden bei einer Veranstaltung in Halberstadt gemeinsam abgebildet. Die Aufnahme wirft Fragen zur Haltung der CDU gegenüber einer Zusammenarbeit mit der AfD auf.
Die Veranstaltung in Halberstadt wurde vom Landesverband Sachsen-Anhalt der Liberalen Mittelstands-Vereinigung organisiert. Vertreter von CDU, AfD, Linken, Grünen und BSW nahmen teil. Während der Zusammenkunft äußerte sich Ulrich Siegmund in einer Weise, die Guido Heuer zu einer Stellungnahme veranlasste – genau in diesem Moment entstand das umstrittene Foto.
Heuer präzisierte später seine Position zur AfD. Statt von einer „Brandmauer“ spreche er lieber von „Grenzen ziehen, aber nicht ausschließen“. Zugleich schloss er Koalitionen mit der AfD oder der Linken in Sachsen-Anhalt kategorisch aus. Siegmund hingegen betonte, die CDU halte an ihrer Brandmauer-Strategie fest und stehe in dieser Frage geschlossen hinter Friedrich Merz.
Auf dem Foto sind beide Politiker mit separaten Mikrofonen zu sehen – ein Widerspruch zu Heuers früherer Aussage, es habe nur ein einziges Mikrofon gegeben.
Die Aufnahme befeuert die Debatte über den Umgang der CDU mit der AfD in Sachsen-Anhalt. Während Heuers Haltung leicht von der offiziellen Parteilinie abweicht, beharrt Siegmund auf die unveränderte Gültigkeit der Brandmauer. Der Vorfall unterstreicht die anhaltenden Spannungen im politischen Klima der Region.






