Süddeutschland kämpft um 20 Prozent der Windkraftkapazitäten im EEG-Streit
Johanna PetersSüddeutschland kämpft um 20 Prozent der Windkraftkapazitäten im EEG-Streit
Bayern und Baden-Württemberg drängen auf Änderungen am deutschen Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG). Sie fordern, dass 20 Prozent der Windkraftkapazitäten für Süddeutschland reserviert werden. Mit diesem Vorstoß soll der Ausbau der Windenergie in der Region vorangetrieben werden.
In Bayern stehen über 700 Windräder bereit, die umgesetzt werden könnten. Doch der Freistaat hat Schwierigkeiten, im aktuellen EEG-Rahmen Verträge zu sichern. Häufig erhalten Projekte in Norddeutschland den Zuschlag, da dort die Windbedingungen günstiger sind.
Bayerns Ministerpräsident Markus Söder fordert stärkere Unterstützung durch den Bund. Er besteht darauf, dass der Ausbau der Windenergie im Süden nicht durch unnötige Hürden behindert werden dürfe. Bundeswirtschaftsministerin Katharina Reiche zeigt sich hingegen skeptisch, ob eine Kapazitätsreservierung für die süddeutschen Bundesländer sinnvoll ist.
Das Bundeswirtschaftsministerium arbeitet derzeit an einer Novelle des EEG. Bayern und Baden-Württemberg bestehen weiterhin auf Anpassungen, um eine gerechtere Verteilung der Windprojekte zu gewährleisten. Die geplanten Änderungen könnten die Vergabe von Windkraftkapazitäten in ganz Deutschland verändern. Falls die Reform beschlossen wird, hätten süddeutsche Länder bessere Chancen auf Vertragsabschlüsse. Der weitere Gesetzgebungsprozess wird zeigen, ob die regionalen Bedenken berücksichtigt werden.
