06 May 2026, 14:33

TikTok-Challenge: Jugendliche stürmen Scientology-Zentren im "Speedrun"-Trend

Aufsteigen im Sektenhaus

TikTok-Challenge: Jugendliche stürmen Scientology-Zentren im "Speedrun"-Trend

Umstrittene TikTok-Challenge erreicht Deutschland: Jugendliche „stürmen“ Scientology-Zentren im „Speedrun“-Trend

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Ein umstrittenes TikTok-Phänomen hat Deutschland erreicht: Junge Menschen dringen im Rahmen einer sogenannten „Speedrun“-Challenge in Scientology-Zentren ein. Der erste Vorfall ereignete sich in der Berliner Dependance der Organisation, wo eine lokale Bloggerin ihren Versuch, tief in das Gebäude vorzudringen, per Livestream übertrug – bis die Polizei einschritt.

Bei der Challenge werden Scientology-Kirchen wie Level in einem Videospiel behandelt: Die Teilnehmer versuchen, so weit wie möglich ins Innere vorzudringen. Sicherheitskräfte werden dabei als „NPCs“ (nicht spielbare Charaktere) bezeichnet, jede Etage gilt als neue „Stufe“, die es zu meistern gilt. Der Trend begann in den USA, wo einige Scientology-Standorte bereits ihre Sicherheitsvorkehrungen verschärft haben.

In Berlin feierte der Trend Premiere im Scientology-Zentrum an der Otto-Suhr-Allee in Charlottenburg. Die Bloggerin @larahertha organisierte dort einen „Speedrun“, wurde jedoch von der Polizei gestoppt, die sie auf mögliche rechtliche Konsequenzen hinwies. Trotz der Warnung deutete sie in den Kommentaren unter ihrem Beitrag an, weitere Versuche zu unternehmen – diesmal mit dem Bundestag als nächstem Ziel.

Scientology, das in Deutschland nach eigenen Angaben rund 3.600 Mitglieder zählt (Stand 2024), strebt danach, seine Lehren zu verbreiten und einen „Clear“ zu schaffen – einen Menschen, den die Organisation durch ihre Methoden als „vollendet“ bezeichnet. Bisher hat sich die Organisation nicht öffentlich zu den Vorfällen geäußert.

Der Berliner Vorfall markiert den ersten dokumentierten „Scientology-Speedrun“ in Deutschland. Das Eingreifen der Polizei deutet darauf hin, dass die Behörden den Trend ernst nehmen, während die Ankündigungen der Bloggerin auf weitere Versuche hindeuten. Betroffene Standorte könnten nun ihre Sicherheitsmaßnahmen überprüfen müssen.

Quelle