Tradition trifft Präzision: Armbrustschießen auf dem Münchner Oktoberfest
Philipp LangeTradition trifft Präzision: Armbrustschießen auf dem Münchner Oktoberfest
Das Armbrust-Landesschießen auf dem Oktoberfest hat erneut geschickte Schützen und Schützinnen in München vereint. Unter ihnen ist Diana Eyb, eine langjährige Teilnehmerin, die bereits mit zwölf Jahren mit dem Schießen begann. Die diesjährige Veranstaltung führt eine Tradition fort, die bis ins Jahr 1895 zurückreicht, als die Armbrustschützengilde ihr erstes Zelt auf der Wiesn aufstellte.
Das Schützenzelt auf dem Oktoberfest wurde ursprünglich von der Armbrustgilde errichtet, um Meisterschaften auszutragen und Besucher zu unterhalten. Über die Jahrzehnte hinweg ist es zu einem festen Bestandteil der Festtradition geworden. Die Teilnehmer messen sich in verschiedenen Disziplinen, darunter Scheibenschießen sowie die anspruchsvollen Stern- und Adlerschießen.
Klaus Lehnert nimmt in der Geschichte der Gilde "Winzerer Fähndl" eine besondere Stellung ein. Nach seinem Beitritt im Jahr 2007 wurde er 2009 ihr erster Gildenmeister. Heute zählt die Gilde über 50 aktive Mitglieder und ein starkes Netzwerk an Förderern. Das Training findet allerdings nicht auf dem Festgelände statt, sondern auf dem eigenen Schießplatz der Gilde in Lochhausen.
Die erfahrene Schützin Diana Eyb trat in diesem Jahr beim "Festscheibenschießen" an. Zwar gehörte sie nicht zu den Siegern, doch beschrieb sie den traditionellen Schützenumzug als Höhepunkt ihres Erlebnisses. Die besten Teilnehmer werden am Montag in einer feierlichen Zeremonie geehrt, an der oft lokale Politiker teilnehmen.
Das Armbrust-Landesschießen auf dem Oktoberfest bleibt eine gefeierte Tradition, die Sport und Kultur verbindet. Die Sieger erhalten öffentliche Anerkennung, während Teilnehmer wie Diana Eyb die tief verwurzelten Bräuche des Wettbewerbs schätzen. Die Gilde "Winzerer Fähndl" spielt weiterhin eine zentrale Rolle bei der Bewahrung dieses kulturellen Erbes.






