TUM startet Projekt für emissionsfreie Baustellen der Zukunft
Die Technische Universität München (TUM) leitet ein neues Forschungsprojekt, das Baustellen in voll elektrifizierte, emissionsfreie Betriebsstätten verwandeln soll. Unter dem Namen ForBat@Bau vereint die Initiative akademische und industrielle Partner, um einen einheitlichen Ansatz für das Baustellenmanagement zu entwickeln. Bisherige Versuche, Emissionen einfach durch den Austausch von Diesel- gegen Elektromaschinen zu reduzieren, hätten sich laut TUM als unzureichend erwiesen.
Das Projekt betrachtet Bauprozesse, Maschinen, Energiespeicher, Ladeinfrastruktur und Netzanschlüsse als ein einziges, vernetztes System. Ziel ist die Schaffung eines integrierten Planungs- und Betriebswerkzeugs für komplexe, emissionsfreie Baustellen.
ForBat@Bau gliedert sich in vier zentrale Schwerpunkte: die Entwicklung maßgeschneiderter Antriebskonzepte für Maschinen, die Konzeption intelligenter und modularer Batteriesysteme, die softwaregestützte Planung und Steuerung von Energieflüssen sowie die Optimierung der flexiblen Nutzung von Netzanschlusskapazitäten. Damit sollen elektrifizierte Baustellen sowohl wirtschaftlich tragfähig als auch zuverlässig betrieben werden können.
Zu den akademischen Partnern zählen die Hochschule Landshut und die Ostbayerische Technische Hochschule Regensburg. Auf Industrieseite beteiligen sich unter anderem der Bayerische Bauindustrieverband sowie Unternehmen aus dem Maschinenbau, der Bauwirtschaft, der Netzbetrieb und der Simulationstechnik. Das Projekt strebt zudem an, die Vernetzung zwischen den Akteuren zu stärken, um ganzheitliche Lösungen zu erarbeiten.
Die Initiative wird einen softwarebasierten Rahmen für die Planung und den Betrieb emissionsfreier Baustellen bereitstellen. Sie reagiert damit auf den Bedarf nach einer ganzheitlichen Betrachtung von Energieeinsatz, Maschinentechnik und Baustellenmanagement. Das Werkzeug soll voll elektrifizierte Baustellen zu einer praktikablen und nachhaltigen Realität machen.
