Ukrainischer Skeletonsportler wegen Gedenkens mit Fahrradhelm von Olympia 2026 ausgeschlossen

Philipp Lange
Philipp Lange
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Ein Plakat der Olympischen Spiele 2006 in Turin, Italien, mit zwei Skifahrern auf dem Schnee und der Aufschrift "Torino 2006" oben drauf.Philipp Lange

Ukrainischer Skeletonsportler wegen Gedenkens mit Fahrradhelm von Olympia 2026 ausgeschlossen

Ukrainischer Skeletonsportler Vladyslav Heraskevych von Olympischen Winterspielen 2026 ausgeschlossen

Der ukrainische Skeletonsportler Vladyslav Heraskevych wurde am 12. Februar von den Olympischen Winterspielen 2026 disqualifiziert. Das Internationale Olympische Komitee (IOC) schloss ihn aus, nachdem er sich geweigert hatte, einen Fahrradhelm abzulegen, mit dem er an gefallene ukrainische Athletinnen und Athleten erinnerte, die bei Russlands Invasion ums Leben gekommen waren. Die Entscheidung löste Kritik aus, unter anderem von der Präsidentin des Estnischen Olympischen Komitees, Kersti Kaljulaid.

Heraskevych hatte den Helm erstmals während der Trainingsläufe getragen. Trotz einer Verwarnung des IOC setzte er ihn auch am folgenden Tag ein. IOC-Präsidentin Kirsty Coventry disqualifizierte ihn daraufhin und ordnete seine Entfernung aus dem Olympischen Dorf an.

Die estnische Olympische Funktionärin Kersti Kaljulaid lud Heraskevych kurz nach dem Vorfall zu einem Abendessen in München ein. Sie verurteilte den Ausschluss und argumentierte, die Ehrung gefallener Landsleute sei kein politischer Akt. Zudem forderte sie das IOC auf, seine Entscheidung zu erläutern, da diese im Widerspruch zu den Grundsätzen der Olympischen Bewegung stehe.

Ukrainischer Präsident Wolodymyr Selenskyj äußerte später Stolz über Heraskevychs Haltung und bezeichnete sie als eine bedeutungsvolle Geste des Gedenkens.

Die Disqualifikation bleibt bestehen; weitere Details zu breiteren Reaktionen oder Debatten über politische Äußerungen bei Olympischen Spielen liegen nicht vor. Heraskevychs Ausschluss erfolgte auf direkte Anweisung des IOC, das auf Verstöße gegen seine Regeln verwies. Der Vorfall lenkt die Aufmerksamkeit auf die Frage, wie die Organisation ihre Richtlinien in Zeiten bewaffneter Konflikte durchsetzt.

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