UN-Initiative will mit Agrarinnovationen den globalen Hunger bis 2030 besiegen
Lotta SchulteUN-Initiative will mit Agrarinnovationen den globalen Hunger bis 2030 besiegen
Das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen (WFP) hat einen Innovationsbeschleuniger für die Landwirtschaft ins Leben gerufen, um den globalen Hunger zu bekämpfen. Die in München ansässige Initiative verfolgt das Ziel, bis 2030 „Null Hunger“ zu erreichen – gemessen an der Zahl der Menschen, die bis dahin aus der Hungersnot befreit werden konnten.
Finanziert wird der Beschleuniger vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, dem Auswärtigen Amt sowie dem Freistaat Bayern. Er fördert derzeit über zwölf Projekte in zehn Ländern, wobei statt direkter Investitionen Dienstleistungsverträge oder Lizenzvereinbarungen angeboten werden.
Bei der Auftaktveranstaltung wurden acht Projekte ausgewählt, um ihre Ideen vorzustellen. Eine Jury mit Vertretern aus Organisationen wie der Boston Consulting Group, Allianz SE, Barclays und dem WFP bewertete die Vorschläge. Viele der Projekte konzentrierten sich darauf, die Vernetzung in ländlichen, von Nahrungsmittelknappheit betroffenen Regionen zu verbessern – etwa durch den Zugang zu Entscheidungsunterstützungssystemen und globalen Agrarnetzwerken.
Das WFP verfolgt mit seinem erweiterten Auftrag unter anderem die Bereitstellung von Nothilfe, die Zusammenarbeit mit lokalen Regierungen und die Stärkung von Einzelpersonen, um Ernährungssicherheit zu erreichen. Der Innovationsbeschleuniger steht zudem externen Start-ups und Unternehmer:innen offen, um gemeinsam Fortschritte in der Agrarinnovation voranzutreiben.
Der Erfolg des WFP-Innovationsbeschleunigers wird daran gemessen, wie viele Menschen bis 2030 dem Hunger entkommen können. Innovationen in der Landwirtschaft haben bereits gezeigt, dass sie die Nahrungsmittelproduktion effizienter und nachhaltiger gestalten können. Die Initiative baut auf diesen Fortschritten auf, um ihre globale Mission zu unterstützen.
