Unbekannte Briefe enthüllen Brian Jones' sanfte Seite vor dem Stones-Ruhm
Emil KrügerUnbekannte Briefe enthüllen Brian Jones' sanfte Seite vor dem Stones-Ruhm
Eine Sammlung von Briefen und Fotos, die einen seltenen Einblick in das frühe Leben des Rolling-Stones-Gründers Brian Jones gewähren, ist aufgetaucht. Das Archiv, das sich unter den Hinterlassenschaften der verstorbenen Sylvia Wainwright befand, zeigt eine sanfte Seite von Jones und dokumentiert den Aufstieg der Band zum Ruhm. Experten schätzen, dass es bei einer Auktion zwischen 1.850 und 2.500 Euro erbringen wird.
Terry Wainwright stieß auf die Briefe, als er die persönlichen Dinge seiner Mutter Sylvia durchging. Sie sind an ihre Schwester Lynn gerichtet und beschreiben eine Beziehung zu Brian Jones in den 1960er-Jahren. Die Korrespondenz zeichnet Jones als freundlichen und liebevollen Menschen – ein Bild, das kaum zu seinem späteren Ruf als unberechenbare Persönlichkeit passt.
Sylvias Schilderungen entstanden noch vor der Mythenbildung der 68er-Bewegung. Sie berichtet von Partys in Mick Jaggers Wohnung, von Nächten mit Popstars und Begegnungen mit Persönlichkeiten wie Jeff Beck, Jean Shrimpton und Roger Moore. Die Briefe bieten eine authentische Perspektive auf die prägenden Jahre der Band und das lebendige Gesellschaftsleben der Epoche.
Auktionatoren feiern den Fund als eines der bemerkenswertesten Stücke der Rock-Memorabilia der letzten Zeit. Die Sammlung umfasst neben den handschriftlichen Briefen auch Schnappschüsse, die Sylvias Erzählungen bildhaft ergänzen.
Das Archiv wirft neues Licht auf Brian Jones’ Persönlichkeit und die frühen Tage der Rolling Stones. Sein Verkauf gibt Fans und Historikern die Gelegenheit, ein Stück Musikgeschichte zu erwerben. Die Briefe sind ein zeitgenössisches Zeugnis einer prägenden Phase der Popkultur.






