Vandalismusangriff auf AfD-Gebäude in Cadolzburg erschüttert die Region
Lotta SchulteVandalismusangriff auf AfD-Gebäude in Cadolzburg erschüttert die Region
AfD-Gebäude in Cadolzburg im Februar von Vandalen angegriffen
In der Nacht zum 20. Februar 2026 wurde ein von der rechtspopulistischen Partei Alternative für Deutschland (AfD) genutztes Gebäude in Cadolzburg Ziel eines Vandalismusangriffs. Bei dem Vorfall, der sich zwischen dem 19. und 20. Februar ereignete, wurden Scheiben des ehemaligen Gasthauses Gwäxhaus eingeworfen. Die örtliche Polizei hat Ermittlungen aufgenommen.
Unbekannte Täter zerstörten mehrere Fenster des AfD-Versammlungsorts mit einem stumpfen Gegenstand, vermutlich einer Metallstange oder einem Hammer. Spurensicherer wurden zur Beweissicherung an den Tatort geschickt.
Die AfD-Kreisverbandsführung brachte den Vorfall mit weiteren jüngsten Angriffen in der Region in Verbindung. Dazu zählen ein Brandanschlag auf das Auto eines Parteimitglieds in Uffenheim sowie körperliche Übergriffe an einem Infostand in Scheinfeld. Laut lokalen Aufzeichnungen gab es in Bayern im vergangenen Jahr keine bestätigten Angriffe auf AfD-Eigentum oder -Mitglieder.
Simon Fakher, stellvertretender Vorsitzender des AfD-Kreisverbands, verurteilte die Tat als "Angriff auf die Demokratie" und rief die Gesellschaft auf, sich von jeder Form politischer Gewalt zu distanzieren. Claus-Georg Pleyer, Vorsitzender des Ortsverbands, behauptete, die Partei habe mit einem solchen Vorfall gerechnet – bedingt durch das, was er als "demokratieuntergrabende Hetze" gegen das Objekt bezeichnete.
Ein Beitrag in den sozialen Medien vom Account Antifa Infos & Mobilisierungen bekannte sich indirekt zu der Tat. Darin hieß es, "mehrere Scheiben des AfD-Treffpunkts in Cadolzburg" seien "in den frühen Morgenstunden eingeworfen" worden, und es wurde vor weiteren "militanten Aktionen" in der Zukunft gewarnt.
Die Ermittlungen dauern an; die Polizei wertet derzeit die am Tatort gesicherten Beweise aus. Die AfD fordert eine deutlichere Verurteilung politischer Gewalt, während Motive und Identität der Täter weiterhin unklar bleiben. Bisher gab es keine Festnahmen.






