26 April 2026, 02:14

VdK-Präsidentin Bentele attackiert Merz' Rentenpläne als "zynisch und realitätsfremd"

Schwarzer Text auf weißem Hintergrund wirbt für die Rentenkneipe in Dresden, Deutschland.

VdK-Präsidentin Bentele attackiert Merz' Rentenpläne als "zynisch und realitätsfremd"

Der Sozialverband Deutschland (VdK) hat die Pläne der konservativen Unionsparteien, die gesetzliche Rente auf ein grundlegendes soziales Auffangnetz zu kürzen, scharf kritisiert. VdK-Präsidentin Verena Bentele bezeichnete die Vorschläge von Kanzler Friedrich Merz als "zynisch und realitätsfremd" und verwies darauf, dass bereits 38 Prozent der Beschäftigten kaum in der Lage seien, privat für das Alter vorzusorgen.

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Bentele argumentierte, eine Kürzung der gesetzlichen Rente würde deren Wert massiv schwächen und existenzielle Leistungen gefährden. Zudem warf sie Merz vor, die finanzielle Situation vieler Menschen zu ignorieren. Die Zwangsverlagerung auf private Vorsorge werde noch mehr Menschen in Altersarmut treiben, warnte sie.

Die VdK-Chefin kritisierte zudem scharf den Entwurf von Gesundheitsministerin Nina Warken, der Kürzungen beim Krankengeld vorsieht. Nach Ansicht Benteles würden diese Änderungen vor allem Geringverdiener und chronisch Kranke hart treffen. Auch die Pläne zur Abschaffung der beitragsfreien Familienversicherung lehnte sie ab und forderte stattdessen eine stärkere Beteiligung von Besserverdienern an den Kosten.

Darüber hinaus verlangte Bentele, dass der Bund die ungedeckten Gesundheitskosten für Bürger:innen im Bezug von Grundsicherung übernimmt. Der auf Fachgutachten basierende Gesetzentwurf soll am Mittwoch im Kabinett beraten werden, wobei mehrere Punkte noch umstritten sind.

Die Kritik des VdK kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die Regierung über Reformen im Gesundheitswesen und bei den Renten diskutiert. Bentele pocht dabei auf den Schutz sozial Schwacher und kollektive Finanzierungslösungen. Das Ergebnis der Kabinettssitzung am Mittwoch wird zeigen, wie es mit den umstrittenen Vorhaben weitergeht.

Quelle