Warnstreiks bei IKEA: Einzelhandel steht am Freitag still wegen Stellenabbau
Philipp LangeWarnstreiks bei IKEA: Einzelhandel steht am Freitag still wegen Stellenabbau
Warnstreiks legen Einzelhandel am Freitag lahm – IKEA im Fokus bundesweiter Proteste
Die Gewerkschaft ver.di hat für diesen Freitag Warnstreiks im Einzelhandel organisiert, die sich vor allem gegen den Möbelkonzern IKEA richten. Kritikpunkt sind die Pläne des Unternehmens, ab 2026 Stellen abzubauen – was an mehreren Standorten in Deutschland erstmals zu betriebsbedingten Kündigungen führen könnte.
Betroffen sind mehr als die Hälfte der IKEA-Filialen in Deutschland. In Fürth wird die Arbeit am Vormittag heruntergefahren, ab etwa 10 Uhr finden auf dem Parkplatz des Möbelhauses Kundgebungen statt. Zwar bleibt die Filiale geöffnet, doch Kunden müssen mit Verzögerungen im Kundenservice, im Restaurant und an den Rückgabestellen rechnen.
Zwischen 200 und 250 Menschen wollen sich an den Protesten beteiligen, darunter Beschäftigte aus dem IKEA-Würzburg sowie Mitarbeiter der örtlichen H&M-Filiale. Die Aktionen erfolgen vor dem Hintergrund der starken Geschäftszahlen von IKEA Deutschland im Jahr 2024: Mit 6,1 Milliarden Euro Umsatz – dem zweitbesten Ergebnis der Unternehmensgeschichte – verzeichnete der Konzern ein Rekordjahr.
Die Streiks spiegeln die wachsenden Spannungen um IKEAs Sparmaßnahmen wider. An mehreren Standorten wird es zu Betriebsstörungen kommen, besonders spürbar in den Servicebereichen. Im Mittelpunkt des Konflikts steht weiterhin die scharfe Kritik der Gewerkschaft an den geplanten Stellenstreichungen.






