17 April 2026, 04:13

Warum in Niedersachsen an Ostern das Tanzen verboten bleibt

Schwarz-weißes Bild einer Gruppe von Menschen, die vor einer Menge tanzen, mit Häusern und Bäumen im Hintergrund und einem Text am unteren Rand, der "Ostersonntag in Servia: Eine kuriose militärische Travestie in einem Bauern танц" lautet.

Warum in Niedersachsen an Ostern das Tanzen verboten bleibt

Niedersachsens Feiertagsgesetz verbietet Tanzen in der Osterzeit

Während der Karwoche und des Osterfestes gilt in Niedersachsen ein gesetzliches Tanzverbot in der Öffentlichkeit. Betroffen sind alle öffentlichen Veranstaltungsorte, darunter Clubs, Diskotheken und gastronomische Events. Die Behörden begründen die Regelung mit der Achtung vor der religiösen Bedeutung der Feiertage.

Das Verbot erstreckt sich auf alle öffentlich zugänglichen Veranstaltungen – unabhängig davon, ob der Eintritt frei oder kostenpflichtig ist. Dazu zählen Nachtclubs, Bars und Restaurants, in denen Live-Musik oder DJ-Auftritte stattfinden. Hintergrundmusik in Speisebereichen bleibt davon jedoch unberührt.

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Am Karfreitag sind Konzerte oder Bühnenaufführungen nur dann erlaubt, wenn sie dem ernsten Charakter des Tages entsprechen. Solche Veranstaltungen dürfen zudem ausschließlich in Räumlichkeiten stattfinden, in denen kein Alkohol ausgeschenkt wird. Private Feiern in Wohnungen oder nicht-öffentlichen Räumen unterliegen hingegen keinen Einschränkungen.

Ziel des Gesetzes ist es, das öffentliche Verhalten in einer Zeit der religiösen Besinnung zu prägen. Die Verantwortlichen betonen, es gehe darum, unterschiedliche Glaubensrichtungen in Einklang zu bringen, ohne den traditionellen Charakter der Feiertage aufzugeben.

Das Tanzverbot gilt weiterhin für öffentliche Veranstaltungsorte in Hannover. Lokale ohne Alkoholausschank dürfen unter Wahrung der würdevollen Atmosphäre des Tages bestimmte Aufführungen veranstalten. Private Feiern und Hintergrundmusik in Restaurants bleiben davon unbeeinflusst.

Quelle