Welt-Anti-Doping-Code 2027: Nada stellt strengere Regeln und mehr Athletenschutz vor
Lotta SchulteWelt-Anti-Doping-Code 2027: Nada stellt strengere Regeln und mehr Athletenschutz vor
Die Nationale Anti-Doping-Agentur Deutschland (Nada) hat die zentralen Neuerungen im Vorfeld des neuen Welt-Anti-Doping-Codes 2027 vorgestellt. Die überarbeiteten Regelungen, die am 1. Januar 2027 in Kraft treten, wurden von der Welt-Anti-Doping-Agentur (Wada) im Dezember 2025 nach dreijährigen Beratungen verabschiedet. Nada präsentierte die Reformen auf ihrer Jahrespressekonferenz am Dienstag und betonte deren Bedeutung für eine sauberere Sportwelt.
Der Welt-Anti-Doping-Code 2027 führt strengere Standards und erweiterte Verantwortlichkeiten für Anti-Doping-Organisationen ein. Nationale Institutionen wie Nada übernehmen künftig die volle Zuständigkeit für Dopingkontrollen, die Ergebnisverwaltung und disziplinarische Maßnahmen in ihren Ländern. Zudem schafft der Code einen eigenständigen internationalen Standard für den Bereich „Aufklärung und Ermittlungen“ – ein Feld, bei dessen Entwicklung Nada eine führende Rolle einnahm.
Ein zentraler Bestandteil der neuen Vorschriften ist der Schutz der Menschenrechte. Besonders im Fokus stehen der Schutz von Minderjährigen und anderen gefährdeten Gruppen im Sport. Nada-Chef und Justiziar Lars Mortsiefer bezeichnete den Code als „Grundlage für die weltweite Harmonisierung der Anti-Doping-Bemühungen“.
Die Vorbereitungen für die Umsetzung laufen bereits. Im Jahr 2026 wird Nada mit den nationalen Sportverbänden zusammenarbeiten, um den überarbeiteten Code zu implementieren. Gleichzeitig stimmt sich die Agentur mit internationalen Partnern ab, um eine einheitliche Anwendung zu gewährleisten. Mortsiefer unterstrich, dass die Zusammenarbeit entscheidend sei, um die Anti-Doping-Maßnahmen weltweit abzugleichen.
Mit dem Inkrafttreten des aktualisierten Codes am 1. Januar 2027 ändert sich die Handhabung von Dopingverstößen grundlegend. Nationale Agenturen wie Nada erhalten erweiterte Kompetenzen, während der neue Standard für „Aufklärung und Ermittlungen“ die Durchsetzung stärken soll. Die Reformen stärken zudem den Schutz der Athletinnen und Athleten, insbesondere in Risikogruppen.






