Wie BMW 1972 mit der Motorsport GmbH Rennsportgeschichte schrieb
1972 markierte für BMW einen Meilenstein im Motorsport: die Gründung der damals jüngsten Tochtergesellschaft, der BMW Motorsport GmbH. Mit der neuen Abteilung bündelte der Konzern alle Rennaktivitäten unter einem Dach – eine Reaktion auf die wachsende Nachfrage und das noch ungenutzte Potenzial im wettbewerbsorientierten Fahrsport. Bereits ein Jahr später brachte das Unternehmen seine ersten Hochleistungsfahrzeuge für Rennstrecken und Rallye-Einsätze auf die Straße.
Die Idee zur BMW Motorsport GmbH entstand im Rahmen einer umfassenden Strategie der Unternehmensführung. Unter der Ägide von Eberhard von Kuenheim strebte der Vorstand an, BMWs Präsenz im Motorsport durch eine eigene, spezialisierte Abteilung zu stärken. 1972 bezog die Tochtergesellschaft bereits ein eigenes Domizil in München – ausgestattet mit einer Rennwerkstatt, einer Motorenfertigung, einer Werkzeugbau-Abteilung und einem Prüfstand zur Leistungsmessung.
Die ersten Projekte der neuen Sparte folgten 1973: ein für Rallyes vorbereiteter BMW 2002 sowie die legendäre 3.0 CSL, ein Tourenwagen-Coupé. Diese Modelle läuteten BMWs gezielten Vorstoß in den Wettbewerbssport ein. Als Geschäftsführer übernahm Jochen Neerpasch – ehemaliger Porsche-Werksfahrer und Ex-Rennleiter bei Ford – die Führung und brachte Erfahrung sowie ehrgeizige Ziele mit.
Von Anfang an waren die Erwartungen hoch. Robert A. Lutz, BMW-Vorstandsmitglied für Vertrieb, beschrieb das neue Team als „fit, bestens ausgebildet, voller Begeisterung und Leistungskraft“ – ein Spiegelbild des unternehmerischen Willens zum Erfolg. Mit der Zeit änderte sich der Name der Tochter in BMW M GmbH, doch ihre Motorsport-Wurzeln blieben prägend für ihre Identität.
Die Gründung der BMW Motorsport GmbH 1972 legte den Grundstein für BMWs langfristiges Engagement im Hochleistungsfahrzeugbau. Die frühen Modelle und die dedizierte Infrastruktur unterstrichen den ernsthaften Anspruch des Unternehmens, auf höchstem Niveau zu konkurrieren. Das Erbe dieser Abteilung lebt heute in der Marke BMW M weiter – nach wie vor ein Synonym für Geschwindigkeit und technische Spitzenleistungen.






